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Klimapreis

Der Klimaschutzpreis wird in Zusammenarbeit mit dem Energiedienstleister "innogy" (bis 2015 mit der RWE) seit 2003 jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher, oder der Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Innogy lobt dafür in ihrem gesamten Zuständigkeitsbereich rund 300.000 Euro Preisgelder aus. Berücksichtigt werden Ideen, Planungen, Initiativen und bereits abgeschlossene Aktivitäten.

Bewerbung Klimaschutzpreis 2020

Die Gemeinde Belm und der Energiedienstleister innogy loben wieder einen Klimaschutzpreis mit einem Preisgeld von insgesamt 1.000 Euro aus. Dabei können Ideen und Initiativen sowie praktische Aktivitäten ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise mit energiesparenden Maßnahmen, spürbaren Umweltverbesserungen oder der Minderung von vorhandenen Umweltbeeinträchtigungen auseinandersetzen oder zur Umweltbildung beitragen.

Preiswürdig sind unterschiedliche Ideen und Aktionen - von der energiesparenden Heizung für das Vereinsheim bis zum Artenschutz-Projekt für bedrohte Tierarten. Dabei geht es immer darum, Eigeninitiative zu zeigen und gemeinsam aktiv zu werden. Teilnahmeberechtigt ist jede natürliche oder juristische Person, Personengruppe, Arbeitsgemeinschaft, Firma, Schule, Kindergarten, Verein oder Institution, die innerhalb der Gemeinde Belm tätig ist.

Für die Bewerbung muss ein ausgefülltes Bewerbungsformular eingereicht werden. Das Formular gibt es im Bürgerbüro der Gemeinde Belm oder auf dieser Seite untenstehend zum Ausfüllen und Herunterladen. In der Bewerbung müssen der Anlass für die Umsetzung des Projektes sowie die umgesetzten Maßnahmen beschrieben werden. Einsendeschluss ist Mittwoch der 30.09.2020, bei der

Gemeinde Belm
Marktring 13
49191 Belm

oder per E-Mail an info@belm.de mit Betreff „Bewerbung Klimapreis 2020“.

Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, eine gestaffelte Aufteilung des Preisgeldes auf bis zu drei geeignete Preisträger ist möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Bewerbung erklären sich die Teilnehmer zudem damit einverstanden, dass die Projekte im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Belm und innogy vorgestellt werden.

Eine Übersicht mit den Preisträgern der Jahre 2006 bis 2019 (RWE-Klimaschutzpreis) gibt es im Internet unter www.belm.de/Klimaschutzpreis, allgemeine Informationen zum Klimaschutzpreis unter www.innogy.com/klimaschutzpreis.

Klimaschutzpreis 2019

Auszeichnung für „auf´m Hof“ und Belmer Repair-Café
Die Gemeinde Belm und der Energiedienstleister innogy haben auch in diesem Jahr wieder einen Klimaschutzpreis mit einem Preisgeld von insgesamt 1000 Euro ausgelobt. Mit der Sozialtherapeutischen Gemeinschaft „auf´m Hof“ und dem Belmer Repair-Café teilen sich in diesem Jahr zwei Einrichtungen den Preis. Die Gewinne wurden anhand der Kriterien Wirksamkeit und Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildfunktion/Nachhaltigkeit und persönlicher Einsatz bestimmt. Überreicht wurden die Preise im großen Saal der Gemeinschaft „auf´m Hof“ in Belm-Wellingen von Bürgermeister Viktor Hermeler, Belms Klimabotschafter Eberhard Eckert und innogy-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski. „Jede Initiative für den Umweltschutz verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns die Möglichkeit der Auszeichnung“, sagt Jablonski.

„auf´m Hof“ bietet 19 Menschen mit Behinderung ein Zuhause. Gemeinsam wird der Garten gepflegt, Gemüse und Obst für den Eigenbedarf angebaut. In der Kreativwerkstatt wird bunt gewebt und gefilzt. Das Café lädt am Wochenende zu selbstgebackenem Kuchen ein. Die Betreiber des Hofes achten sehr auf eine nachhaltige Bewirtschaftung. Neben insektenfreundlichen Gärten, chemiefreien Gartenbau und wasser- und stromsparende Verhaltensweise hat nun eine Photovoltaikanlage Platz auf dem Hof gefunden. Durch die Sonnenenergie kann ein Großteil des Stromverbrauchs abgedeckt werden. Weitere montierte Solarzellen erhitzen das Wasser, so dass deutlich weniger Heizöl benötigt wird. Dafür wird die Sozialtherapeutische Gemeinschaft „auf´m Hof e.V.“ mit dem innogy Klimaschutzpreis ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro.

Das Belmer Repair Café hilft, liebgewonnene elektrische Dinge oder gebrochene Stuhlbeine und ähnliches zu reparieren. 22 ehrenamtliche „Mitarbeiter“ stehen mit ihrem Wissen für Fragen, Unterstützung und Hilfe zur Verfügung. So werden die Gebrauchsgüter länger genutzt. Das spart Ressourcen und hilft der Umwelt. „Manche Geräte bekommt man doch nirgendwo mehr repariert, nur das Repair-Café kann das noch“, lobt Bürgermeister Viktor Hermeler. Ein besonderes Projekt des Repair-Cafés ist auch „Plastiktütenfreies Belm“. Dafür werden in der Nähwerkstatt ausgediente Hemden und Hosen zu Taschen verarbeitet, die man für 5 Euro kaufen kann. „Wir sind in den neun Monaten unseres Bestehens zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen“, sagt die Initiatorin Erika Rosenthal, die insbesondere auch die gute Zusammenarbeit mit der Belmer Integrationswerkstatt hervorhebt. Für das besondere Engagement im Klima- und Umweltschutz wird das Repair Café ebenfalls mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.

Preisverleihung des Klimaschutzpreises 2019: Vanessa Warda vom Fachbereich Baudienste der Gemeindeverwaltung (vordere reihe, v. li.) und die Preisträger Erika Rosenthal (Repair Café) und Marcel Held, Rebecca Holy und Andrea Schöning von der Sozialtherapeutischen Gemeinschaft auf'm Hof. Hintere Reihe v. li.: innogy-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski, Ulrich Klus, Christiane Weigelt und Manfred Baak (auf'm Hof), Klimabotschafter Eberhard Eckert und Bürgermeister Viktor Hermeler. © Gemeinde Belm/D. Meyer


Frühere Preisträger waren:

  • Das Belmer Repair-Café und die therapeutische Wohngemeinschaft "auf´m Hof" (2019)
  • Die Kirchengemeinde Icker (2018)
  • Der Kindergarten Vehrte (2017)
  • Der Sportverein SuS Vehrte für Energiesparmaßnahmen bei der Trainingsplatzbeleuchtung und die kath. Kirchengemeinde für Energiesparmaßnahmen als "faire Gemeinde". (2016)
  • Der Heimat- und Wanderverein Belm und die Naturschutzjugend der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land e.V. (2015)
  • Die Kirchengemeinde Icker für die enrgetische Sanierung der Emmaus-Kapelle und der Verein Belmer Mühle e.V. für die Umrüstung der Weihnachtsbeleuchtung auf LED (2014)
  • Der Verein Hager Hof e.V. und der Schützenverein Icker (2013)
  • Die Zeltlagerjugend der katholischen Kirchengemeinde Belm für die Stärkung des Umweltbewusstseins der Lagerteilnehmer und Umstellung auf die Nutzung energiesparender Elektrogeräte und Beleuchtung (2012)
  • Die Heimat- und Wandervereine Belm und Vehrte für Müllsammelaktion und Errichtung eines Krötenfangzaunes sowie die BIW für verschiedene Umweltprojekte (2011)
  • Die Kirchengemeinde Icker für die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen, die Natur-AG des Kardinal-von-Galen Gymnasiums Mettingen für die Anlage und Pflege von Steinkauz-Niströhren in Belm sowie eine Anerkennungsurkunde für die Firmen Vallo&Vogler und Kälte-Klima Gering (2010),
  • Der Tennisclub Belm für eine neue Heizanlage mit Solarkollektoren (2009),
  • Die Belmer Integrationswerkstatt für die Anlage von naturnahen Streuobstwiesen sowie Fischunterständen im Belmer Bach (2008),
  • Der Biolandhof Iburg für seine Bioabfallgespeiste Hackschnitzel-Heizung und der Schützenverein Icker für stromsparbewusstes Handeln in ihrem Schützenhaus (2007),
  • Die Johanneskirchengemeinde und das Naturfreundehaus in Vehrte (2006)