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Datum: 06.11.2025

Klimaschutzmanager Martin Flohre stellt sich vor

„Seit dem 01.10. bin ich als Klimaschutzmanager in der Gemeinde Belm tätig. Ich lebe gemeinsam mit meiner Frau, die gebürtig aus Belm kommt im Ort. Ursprünglich komme ich aus Gronau an der niederländischen Grenze und bin durch das Studium in Osnabrück in die Region gezogen. Nach einer beruflichen Station in Bad Oeynhausen freue ich mich, nun im Belmer Rathaus zu arbeiten.

Meine Hauptaufgabe wird zunächst vor allem in der Fortführung und Vertiefung des Klimaschutzkonzeptes liegen. Dabei möchte ich zukünftig verschiedene Themenschwerpunkte setzen, die für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel von hoher Bedeutung sind.

Ein Schwerpunkt soll die Mobilität in der Gemeinde sein. Dabei kann ich an meine vorherige Tätigkeit als Radverkehrs- und Mobilitätsbeauftragter anschließen. Gerade auf kurzen Strecken, wie dem Weg zum Bäcker, dem kleinen Einkauf oder dem Kindergarten- und Schulweg wird häufig das Auto genutzt, weil es vor der Haustür steht. Dabei sind diese Wege leicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen und die Nutzung eines Pkw sehr umweltschädlich. Daher setze ich mich für eine weitere Stärkung des Radverkehrs ein und möchte Anreize zur Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel bieten. Die Förderung des Radverkehrs soll bereits mit der Einbindung von Kindergarten- und Schulkindern als zukünftige Verkehrsteilnehmer erfolgen, sodass sie früh befähigt sind, ihre Wege im nahen Umfeld sicher und selbstbewusst zurückzulegen und die Anzahl der Elterntaxis vor den jeweiligen Einrichtungen reduziert wird.

Ein zweiter Schwerpunkt soll die energetische Sanierung des alten Ein- und Zweifamilienhausbestandes bei Eigentümer- oder Generationenwechsel sein. In allen Ortsteilen von Belm gibt es Häuser aus den 1960er- und 1970er Jahren und älter, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und mit einer energetischen Sanierung auf den aktuellen Standard gebracht werden können. Bei Häusern, die in den 1990er Jahren gebaut wurden steht oftmals in den nächsten Jahren der Austausch der alten Gaskessel an. Dabei ist es sinnvoll einen Ersatz in Kombination mit einer PV- oder Solarthermie-Anlage anzuschaffen oder komplett auf eine Wärmepumpe als Heizung umzusteigen. Hierzu gibt es vielfältige Fördermöglichkeiten und verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten, über die ich informieren und an die richtigen Ansprechpartner weitervermitteln möchte.

Auch klimaangepasste Gärten haben eine hohe Bedeutung für das Mikroklima und die Kühlung des Hauses im Sommer. Hier möchte ich sensibilisieren und für insektenfreundliche Gärten mit klimaangepassten Stauden, Sträuchern und Bäumen werben, die auch mit den zunehmenden Wetterextremen klarkommen.

Erreichbar bin ich im Rathaus unter 05406 505-44 oder per E-Mail unter flohre@belm.de“.