"Bert, der Gärtner" weiß: Ein Beet ist kein Spielplatz
Im August und September 2025 wurde unser Außengelände im Kindergarten Astrup neu belebt. Mit vereinten Kräften und tatkräftiger Unterstützung von Thorsten Rutemeyer von „Forstwirtschaftliche Dienstleistungen Rutemeyer“ haben wir unsere alten Beete umgestaltet, neu aufgebaut und naturnah bepflanzt.
Dabei ging es uns nicht nur um eine optische Verschönerung des Geländes. Vielmehr wollten wir den Kindern die Möglichkeit geben, die Natur bewusst zu erleben und zu verstehen, warum heimische Pflanzen für Insekten und das ökologische Gleichgewicht so wichtig sind. Durch eigenes Mitgestalten und praktische Erfahrungen konnten sie den Wert der Natur mit allen Sinnen entdecken.
Zu Beginn haben wir die bestehenden Beete gründlich vorbereitet: Alte Erde wurde entfernt, Unkraut beseitigt und frischer, nährstoffreicher Boden eingebracht. Auch zwei neue Hochbeete fanden ihren Platz und wurden mit großer Vorfreude aufgebaut.
Für die Auswahl der Pflanzen war uns besonders wichtig, dass sie heimisch, pflegeleicht und insektenfreundlich sind. Gepflanzt wurden unter anderem Lavendel, Besenheide, Bergenien, Minze, Erdbeeren, Zitronenmelisse und Gänsekresse – eine bunte Mischung, die nicht nur schön aussieht, sondern auch summt und brummt!
Der Mittelpunkt des Projekts war die aktive Einbindung der Kinder. Sie halfen dabei Erde aufzufüllen, durften die Pflanzen einsetzen und lernten spielerisch die verschiedenen Arten kennen. Dabei erfuhren sie, warum bestimmte Pflanzen besonders wichtig für Bienen, Hummeln und andere Insekten sind.
Im Laufe des Projekts beobachteten die Kinder aufmerksam, wie sich die Beete mit der Zeit veränderten. Dabei wurde ihnen schnell klar: Damit die Pflanzen gut wachsen können, brauchen sie vor allem eins – Ruhe, Pflege und einen geschützten Platz.
Doch wie kann man allen Kindern im Kindergarten vermitteln, dass in den Beeten nicht gebuddelt oder gespielt werden soll? Die Antwort lieferten die Kinder selbst…mit einer liebevollen Idee voller Kreativität und Verantwortungsbewusstsein. So entstand die Figur „Bert der Gärtner“ – eine freundlich dreinblickende Gartenfigur, die auf selbstgebastelten Schildern in den Beeten ihren Platz fand. Bert erinnert nun daran, dass die Pflanzen Zeit zum Wachsen brauchen, und gibt mit einem Augenzwinkern zu verstehen: „Dieses Beet ist kein Spielplatz – hier darf die Natur wachsen!“ Die Schilder wurden mit viel Hingabe gestaltet und anschließend gemeinsam in die Beete gesteckt. Im Stuhlkreis erklärten die Vorschulkinder ihren Gruppen, warum Bert nun dort steht und welche Regeln für die neuen Beete gelten.
So wuchs mit jedem neuen Pflänzchen auch das Verständnis für Natur, Achtsamkeit und Verantwortung.
Unser besonderer Dank geht an die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die einen Teil der Finanzierung übernommen und damit maßgeblich zur Umsetzung des Projekts beigetragen hat.