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„Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?“

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge fühlen sich in Deutschland ca. 250.000 Männer zwischen 18 und 75 Jahren sexuell zu Kindern hingezogen. Viele der Betroffenen, in der großen Mehrzahl Männer, haben erhebliche Schwierigkeiten mit dieser sexuellen Neigung zu leben. Viele erkennen das Auftreten sexueller Gedanken an Kindern als Problem und wissen, dass deren Umsetzung tabu ist. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, mit diesem Wissen umzugehen.

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Die Neigung belastet Beziehungen zur (Sexual-) Partnerin oder des Partners und macht sie oft unmöglich. Vielen Betroffenen gelingt es nicht, ihre Neigungen dauerhaft zu kontrollieren. Sie nutzen Missbrauchsabbildungen im Internet, sogenannte Kinderpornografie, oder begehen sexuelle Übergriffe auf Kinder. Diese Handlungen haben nicht nur schwerwiegende körperliche und seelische Folgen für die Kinder, sondern sind zudem Straftaten, die erhebliche gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Der Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Sexualmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet kostenlose und schweigepflichtgeschützte Behandlung für Personen, die eine sexuelle Neigung zu Kindern verspüren und therapeutische Hilfe suchen. Im Rahmen der Therapie erhalten die Patienten Unterstützung beim Umgang mit Problemen, die sich aus ihrer Sexualität ergeben. Ziel ist es, keine sexuellen Übergriffe auf Kinder zu begehen und den Konsum von kinderpornografischem Material zu unterlassen. Wer teilnehmen will, muss bezüglich seiner auf Kinder gerichteten sexuellen Impulse über ein Problembewusstsein verfügen und von sich aus therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen.

Kontakt über Telefonhotline 0511 532 8052, E-Mail: dunkelfeld.info@mh-hannover.de, Web: www.kein-taeter-werden.de

22.11.2021 
Quelle: Barbara Weber