Landwirtschaft und Lebensmittelhandel: Wo Sie jetzt dringend gebraucht werden!
Die Arbeit in Bereichen wie Landwirtschaft oder Lebensmittelhandel ist elementar, um das gesellschaftliche Zusammenleben in Zeiten der Corona-Krise aufrechtzuerhalten. Doch es fehlt Personal. Um hier Abhilfe zu schaffen, startet die Arbeitsagentur eine Sondervermittlung.
Arbeitgeber schlagen Alarm – in überlebenswichtigen Bereichen mangelt es an Arbeitskräften. Zu den Mangelbranchen zählen derzeit das Gesundheitswesen, der Le-bensmittelhandel oder auch die Landwirtschaft und der Logistiksektor. Eine andauernde Per-sonalknappheit könnte Folgen für elementare gesellschaftliche Abläufe haben. Aus diesem Grund hat die Arbeitsagentur eine neue Servicedienstleistung ins Leben gerufen. Diese soll dazu beitragen, suchenden Arbeitgebern kurzfristig passende Mitarbeiter zu identifizieren und zu vermitteln. Sowohl einschlägige Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer, die sich einen zeitna-hen Einsatz in den betroffenen Branchen vorstellen können, sollen sich mit ihren Anliegen über die regionalen Rufnummern (0541/980-700 für Arbeitnehmer bzw. 0541/980-855 für Ar-beitgeber) bei der Arbeitsagentur melden. Die neue Sondervermittlung wird sich dann der Anfragen annehmen.
Im Blick: Arbeitsuchende, Flüchtlinge, Schüler, Studierende, Pandemie-Betroffene.
„Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich die richtigen Unterstützungskräfte zu finden“, er-läutert Christiane Fern, Leiterin der Osnabrücker Arbeitsagentur. „Wir haben dafür Arbeitsu-chende im Blick, aber auch Flüchtlinge, Schüler, Studierende und diejenigen, die jetzt be-sonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind – also Kurzarbeiter und Solo-Selbstständige. Wer gerade von deutlichen Einkommenseinbußen betroffen ist, kann sich so immerhin etwas hinzuverdienen. Wir gehen davon aus, dass gerade viele junge Leute daran interessiert sind, in den genannten Bereichen auszuhelfen. Vor allem Studierenden sind durch die Schließung der Gastronomie oft ihre Einnahmequellen weggebrochen. Für diese Männer und Frauen könnten diese kurzfristigen Alternativen sehr hilfreich sein. Der Vorteil der Stellen, die wir hier vermitteln wollen, ist, dass sie oft keiner umfangreichen Ein-arbeitung bedürfen und in erster Linie Einsatzbereitschaft voraussetzen.“
Auch Unterstützung bei Herstellung von Schutzmaterialien gesucht.
Neben den bereits genannten Mangelbranchen ergeben sich auch neue personalbedürftige Arbeitsfelder. So stellen zunehmend hiesige Unternehmen Schutzmaterialien her, etwa Spuckwände und insbesondere Atemschutzmasken. Fern: „Dadurch kommt jetzt ein weite-rer durchaus systemrelevanter Sektor hinzu, der schnellstmöglich neue, handwerklich ge-schickte Arbeitskräfte gebrauchen kann. Mit unserem neuen Service wollen wir die Voraus-setzungen schaffen, um auch dafür den Bedarf baldmöglichst zu decken.“
Quelle: Bundesagentur für Arbeit