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Frauen und Politik

Demokratie braucht Frauen und Männer in ihrer ganzen Vielfalt.

Sichtweisen von Frauen in politischen Entscheidungen stärker berücksichtigen
Vor knapp 100 Jahren erlangten Frauen beziehungsweise die Frauenbewegung das Wahlrecht in Deutschland. Es gab zwischenzeitlich in Deutschland eine Bundeskanzlerin und aktuell eine Bundesministerin des Auswärtigen, der Verteidigung, einer Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche u.a. Doch der Frauenanteil im deutschen Bundestag (31,4 % - Stand Januar 2021) und nicht zuletzt auch im Belmer Gemeinderat, ist sehr niedrig. So vertreten in Belm 21 männliche Ratsmitglieder und nur 5 Ratsfrauen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Dabei ist es wichtig, dass gerade die Sichtweisen und Forderungen von Frauen stärker in die politischen Entscheidungen mit einfließen. Es ist ein unschätzbarer Vorteil, dass z.B. Frauen intoleranten, sich gegen Minderheiten richtenden Parteiprogrammen durchschnittlich deutlich weniger Zuspruch entgegenbringen als Männer. Leider stellen wir aber fest, dass die Frauenbeteiligung in jüngster Zeit rückläufig ist. Das muss sich zukünftig ändern, denn:

„Männer und Frauen sind nicht nur verschieden, sondern ergänzen einander so gut, dass sie zusammen beinahe allmächtig sind“.
Zitat von Elisabeth Badinter, französische Philosophin.

Deshalb:

Wählt!Frauen!Jetzt! – Slogan des Kath. Deutschen Frauenbundes

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Frauen (rot)- und Männeranteil im Belmer Gemeinderat – Stand Mai 2021

 

YouTube Adresse zum Video „Mehr Frauen in die Politik“:

https://www.youtube.com/watch?v=lYkJ5go96J0

Auch heute noch sind Frauen in Parlamenten, Parteien und Rathäusern unterrepräsentiert.

Das bedeutet, dass hauptsächlich Männer die Politik und damit auch die gesellschaftliche Entwicklung bestimmen. Und die Zahlen weiblicher Abgeordneter in den Parlamenten stagnieren bzw. sinken derzeit sogar. Dabei leben wir in einer repräsentativen Demokratie, in der Frauen ihre Interessen in den Gremien vertreten sollten und auch müssen.
Studien belegen, dass die Hindernisse für Frauen, politisch aktiv zu sein, recht groß sind. So werden Frauen kritischer beäugt, wenn sie nach der Macht greifen. Gleichzeitig hinterfragen sie sich selbst stärker. Hinzu kommt, dass Frauen im Schnitt anders und später in eine Polit-Karriere starten als Männer. Dabei engagieren sie sich in Kitas, Schulelternbeiräten, Vereinen und Kirchengemeinden. Nur in die politischen Gremien stoßen sie nicht vor.


„Hier sind die Parteien gefordert.“

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"Politfix": Projekt für mehr Migrantinnen in der Politik

Stand: 21.08.2021
Rund ein Viertel der Menschen in Niedersachsen hat Wurzeln in einem anderen Land. Ihr Anteil in Stadt-, Gemeinde und Ortsräten, in Kreistagen und ihren Fachausschüssen ist aber verschwindend gering.
Die Parlamente in den Kreisen und Städten spiegelten daher nicht die gesellschaftliche Realität, kritisiert der Niedersächsische Integrationsrat. Und das betrifft insbesondere auch den Anteil an Frauen mit Migrationshintergrund, die politische Ämter übernehmen. Galina Ortmann, Vorstandsvorsitzende des Integrationsrats erklärt: "Die Tatsache, dass 2021 nur ein Prozent Frauen auf kommunaler Ebene in Parlamenten vertreten sind, wollen wir nicht hinnehmen." Das sei eine Frage von Gerechtigkeit und der Chance zu gesellschaftlicher Teilhabe.
Die Hildesheimerin Galina Ortmann, gebürtig aus Kasachstan, hat das Mentorenprojekt "Politfix" aus der Taufe gehoben. Es richtet sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die politische Verantwortung übernehmen wollen. Es ist Netzwerk und Coaching-Angebot zugleich und arbeitet parteiübergreifend und bundesweit. Gefördert wird es von der Bundeszentrale für politische Bildung.
Politfix sucht Frauen mit Zuwanderungsgeschichte, die mit ihren Ideen und Erfahrungen die lokale Kommunalpolitik bereichern möchten. Auch sind Frauen bei Politfix willkommen, die lernen wollen, wie Wahlkampf und Kommunalpolitik funktioniert und die Barrieren, die den Erfolg von Frauen verhindern, überwinden wollen.

https://www.politfix.de/hier-anmelden 

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