Häusliche Gewalt ist unabhängig von Herkunft oder Bildung
Am 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“, kurz Anti-Gewalt-Tag. Und alljährlich wird an und um diesen Tag auf Gewalt gegen Frauen, häusliche Gewalt und Femizide aufmerksam gemacht. Laut Statistik ist jede dritte Frau in Deutschland in ihrem Leben schon einmal Opfer häuslicher Gewalt geworden. „Seit drei Jahren haben wir trotz intensiver Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit stetig steigende Zahlen“, macht Helene Wiebe vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) aus Bersenbrück deutlich. „Rund 700 Fälle häuslicher Gewalt waren im Jahr 20024 im Landkreis Osnabrück zu verzeichnen, 2025 war die Zahl schon im September erreicht“. In Belm gab es 2024 insgesamt 32 registrierte Meldungen über häusliche Gewalt. Die Dunkelziffer ist dabei, das ist bekannt, oft viel höher.
Am 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“, kurz Anti-Gewalt-Tag. Und alljährlich wird an und um diesen Tag auf Gewalt gegen Frauen, häusliche Gewalt und Femizide aufmerksam gemacht. Laut Statistik ist jede dritte Frau in Deutschland in ihrem Leben schon einmal Opfer häuslicher Gewalt geworden. „Seit drei Jahren haben wir trotz intensiver Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit stetig steigende Zahlen“, macht Helene Wiebe vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) aus Bersenbrück deutlich. „Rund 700 Fälle häuslicher Gewalt waren im Jahr 20024 im Landkreis Osnabrück zu verzeichnen, 2025 war die Zahl schon im September erreicht“. In Belm gab es 2024 insgesamt 32 registrierte Meldungen über häusliche Gewalt. Die Dunkelziffer ist dabei, das ist bekannt, oft viel höher.
„Betroffen ist meistens die Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen, unabhängig von Herkunft und Bildung, ob mit oder ohne Migrationshintergrund“, erklärt Wiebe.
Wohin kann sich eine Frau wenden, wenn sie Opfer von häuslicher Gewalt ist? Vorab: Alle öffentlichen Stellen können zunächst Anlaufstelle sein und leiten an zuständige Stellen weiter. Konkret ist dies etwa die „Beratungs- und Interventionsstelle“ (BISS) für Stadt und Landkreis Osnabrück, die beim SkF angesiedelt ist. BISS-Beratungsstellen gibt es in dieser Form so nur in Niedersachsen. Sie sind aus dem Gewaltschutzgesetz heraus entstanden. Jeder Polizeiinspektion in Niedersachsen ist eine BISS-Stelle zugeordnet, die eng zusammenarbeiten.
Auch die Polizei ist natürlich eine Anlaufstelle für Hilfesuchende. „Da gibt es leider bei den Opfern aber nicht selten eine Hemmschwelle“, weiß Marcus Bienias von der Belmer Polizei.
Ansprechperson im Belmer Rathaus ist die Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin des Familien- und KinderServiceBüros, Helena Schilling.
Aufklärung und Prävention beginnt schon in der Schule, stellt Schul-Sozialarbeiter Daniel Bölte von der Oberschule Belm heraus. „Wir machen regelmäßig unsere Präventionswochen, in denen wir unter anderem auch die Gewalt in der Familie thematisieren und aufzeigen, was man in so einem Fall tun kann“, so Bölte.
Informationen und Kontaktadressen zu Ansprechpartnern und Anlaufstellen bei häuslicher Gewalt gibt es auf der Webseite der Gemeinde Belm unter www.belm.de/hilfe-bei-haeuslicher-gewalt.