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Datum: 19.05.2021

Gut für Ortsbild und Gewerbe: Hotel Fraumann wird abgerissen

„Nach langen Jahren der Abstinenz neuer Gewerbefläche in Belm bieten sich jetzt neue Chancen“, sagt oleg-Prokuristin Susanne Menke bei einem Ortstermin am alten Belmer Bahnhof vor dem ehemaligen Hotel Fraumann. In Kürze rückt dort an der Bremer Straße der Abrissbagger an und reißt das baufällige Hotelgebäude ab.

Das Gelände am alten Belmer Bahnhof und des traditionsreichen Hotels soll Potenzial für neue Firmenansiedlungen in Belm bieten. Bereits im Flächennutzungsplan der Gemeinde Belm von 1998 sind Grundstücke zwischen Bremer Straße und Bahnline von der Kreuzung Lindenstraße bis zum neuen Gewerbegebiet Heggenbrede an der Dorfstraße als Gewerbeflächen ausgewiesen.

„Es ist gut, dass wir keine neuen und unverbrauchten Flächen in Anspruch nehmen müssen, sondern im Bestand planen können“, erklärt Menke weiter. Die oleg – Osnabrücker Land Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Osnabrück – hat im Auftrag der Gemeinde Belm die Entwicklung und Vermarktung der Gewerbeflächen übernommen.

„Der Abriss ist ein wichtiger Schritt in die weitere Gewerbeentwicklung in der Gemeinde Belm. Zulange hat es hier eine Stagnation gegeben, in die erst nach dem Bau der neuen Ortsumgehung wieder Schwung gekommen ist“, macht Belms Bürgermeister Viktor Hermeler deutlich. „Außerdem war der Bereich in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einem Schandfleck verkommen und wird daher in dem Bereich auch das Ortsbild der Gemeinde positiv verändern“.

Die Verhandlungen mit dem letzten Eigentümer hatten sich über Jahre hingezogen. Jetzt ist Klarheit und die Grundstücke am alten Belmer Bahnhof werden abgeräumt, das alte Hotelgebäude wird abgerissen. Damit künftig auch planungsrechtlich neues Gewerbe angesiedelt werden kann, muss der Flächennutzungsplan noch angepasst und ein Bauleitplanverfahren eingeleitet werden. „Es herrscht großes Einvernehmen mit den Fraktionen im Gemeinderat, die Flächen in eine neue Nutzung zu überführen“, erklärt Hermeler und hofft, dass Ende des nächste Jahres Baubeginn für den ersten neuen Betrieb an der Stelle sein kann. Einen ersten Interessenten gebe es bereits.