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Klimaschutzmanagement zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Gemeinden Bissendorf und Belm

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Mit dem Ziel, ihre bisherige Energie- und Klimaschutzarbeit fokussiert voranzutreiben, haben sich die Gemeinden Belm und Bissendorf dazu entschieden, bei der Klimaschutzarbeit in die nächste Runde zu gehen und haben aufgrund dessen im Jahr 2020 ein gemeinsames Klimaschutzkonzept erstellt.

Mit dem Konzept wird eine neue Grundlage für eine lokale Klimaschutzarbeit von hoher Qualität geschaffen, die eine nachhaltige Zukunft gestaltet. Wesentlicher Grundgedanke ist es, kommunales Handeln mit den Aktivitäten und Interessen aller weiteren Akteure in den beiden Gemeindegebieten zu verbinden. Mit der Unterstützung von Akteuren in den Gemeinden und der Region soll zielgerichtet auf die eigenen Klimaschutzziele hingearbeitet werden.

Zum 1. Februar 2022 hat Mona Berstermann die neu geschaffene Stelle der Klimaschutzmanagerin für die Gemeinden Bissendorf und Belm angetreten. Als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle wird sie nun für Maßnahmen und Projekte im Bereich Klimaschutz sowohl für die Kommunen, die Bürgerinnen und Bürger als auch die Wirtschaft zuständig sein.


Informationsangebote

Die Bandbreite an Informationen im Bereich des Klimaschutzes ist groß. Um einen ersten Einblick in die zahlreichen Informations- und Beratungsangeboten zu erhalten, hat das Klimaschutzmanagement einige regionale und landesweite Angebote für Sie zusammengefasst.

Allgemeine Informationen für den Landkreis Osnabrück

Die Klimainitiative des Landkreises Osnabrück ist seit 2010 im Bereich Klimawandel aktiv, setzt eigene Projekte um und berät Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Osnabrück zu den Themen Klimaschutz und Klimafolgeanpassung.

Solardachkataster: Hausbesitzer können hier kostenlos überprüfen, ob Ihre Dachflächen für Solarenergie geeignet sind. Zudem können die Größe der geeigneten Fläche und die Kosten berechnet werden.

Energieberater-Team: Der Landkreis Osnabrück bietet u.a. eine umfassende Vor-Ort-Energieberatung durch unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V.

Stromspar-Check: Personen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, können am kostenlosen Stromspar-Check der Caritas teilnehmen. Das Stromspar-Check-Team kommt in die Wohnungen und gibt Tipps wie die Personen Strom und dadurch auch Geld sparen können. Dies hat ganz nebenbei einen positiven Effekt auf das Klima.

Klimabotschafter für Stadt und Landkreis Osnabrück

"Klimaschutz geht uns alle an" - diese Botschaft möchte die Initiative "Klimabotschafter für Stadt und Region Osnabrück" weitertragen. Für registrierte Klimabotschafter, bietet die Initiative viele Informationen zu Veranstaltungen und Projekten im Bereich Klimaschutz und Klimafolgeanpassung. Eine Übersicht über die unterschiedlichen regionalen Klimaschutzprojekte und die zahlreichen Klimabotschafter gibt es hier.

Recycling und Mülltrennung: AWIGO

Damit Abfälle recycelt werden können und somit nachwachsende Rohstoffe geschont und dadurch wiederum CO2-Emissionen eingespart werden, ist es wichtig, dass der Hausmüll richtig sortiert wird. Die AWIGO klärt auf, welcher Müll in welche Tonne gehört und bietet zusätzlich zahlreiche Informationen zum Thema Entsorgung im Landkreis Osnabrück.

Fördermittelsuche und Fördermittelberatung: KEAN

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen informiert über energieeffiziente Maßnahmen an Gebäuden und bietet einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme für:

  • Erneuerbare Energien: Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpen
  • Heizungsoptimierung
  • Energieeffizientes Bauen und Sanieren von Eigenheimen
  • Energieberatung

Elektromobilität: BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Privatpersonen beim Kauf eines E- oder Brennstoffzellenfahrzeuges mit dem Umweltbonus. Aktuelle Informationen, Fördersätze und die Förderbedingungen finden Sie hier.

Klimaschutz im Alltag: Bundesumweltamt

Klimaschutz ist gar nicht so kompliziert, wie vielleicht gedacht. Bereits mit kleinen Maßnahmen kann jede Person etwas für den Schutz des Klimas unternehmen. Das Bundesumweltamt informiert nicht nur über Grundlagen des Klimawandels, sondern bietet u.a. eine Vielzahl an Wissenswertem zu den Themen Elektrogeräte, Mobilität, Essen und Trinken sowie Haushalt und Wohnen. Alle Informationen finden Sie hier.

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Grüne Hausnummer: Wettbewerbsteilnahme bis 01. Juli 2022

13 Bäume für besseres Klima in Belm

Die Gemeinde Belm hat in Kooperation mit dem Energiedienstleister Westenergie jetzt klimaresistente Bäume an verschiedenen Stellen in Belm gepflanzt. Sie sind Teil der Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“, die sich über das gesamte Versorgungsgebiet der Westenergie in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erstreckt. Die verwendeten Gehölze gelten nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent und sind damit auch künftigen klimatischen Veränderungen gut gewachsen.

Zum Ortstermin an der Friedhofskapelle in Belm trafen sich jetzt Bürgermeister Viktor Hermeler und Westenergie-Kommunalmanager Thomas Jablonski mit Klimaschutzmanagerin Mona Berstermann, Birgit Gern (Immobilien- und Flächenmanagement der Gemeinde Belm) und Christian Lüssenheide vom Bauhof. An dem breiten Gehölzstreifen hinter der Kapelle ersetzen fünf Ulmen (Ulmus lutece „Nanguen“) abgängige Buchen und Sträucher, die gefällt werden mussten.

„Mit der Pflanzung der Klimabäume setzen wir ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in unserer Gemeinde. Für uns war schnell klar, dass wir uns an der Aktion von Westenergie beteiligen möchten“, sagt Bürgermeister Viktor Hermeler. Westenergie-Kommunalmanager Thomas Jablonski betont: „Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und die Erreichung der Klimaziele vorantreiben. Die nachhaltige Pflanzung von Klimabäumen ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

Zu einer nachhaltigen Pflanzung gehört auch ein ökologisches und klimagerechtes Umfeld. „Die alten Baumstümpfe, Totholz und Laub lassen wir bewusst im Hintergrund liegen. Sie bieten Insekten, Käfern und auch Igeln Unterschlupf und Nistmöglichkeiten“, sagt Mona Berstermann. Als Unterpflanzung der Ulmen im Vordergrund soll noch ein standortgerechter Blühstreifen angelegt werden, der unter anderem Wildbienen Nahrung bieten soll.

Die Mitarbeiter des Belmer Bauhofs haben bereits fünf weitere Gehölze – Linden und Feldahorne - aus dem „Klimabaum-Kontingent“ von Westenergie an verschiedenen Orten in der Gemeinde Belm gepflanzt, drei weitere Bäume sollen noch in Icker gepflanzt werden.

Westenergie hat die Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ im Sommer 2021 gestartet und Städte und Kommunen dazu aufgerufen, mitzumachen und Pflanzorte zur Verfügung zu stellen. Insgesamt pflanzt das Energieunternehmen in den nächsten Wochen mit den Partnerkommunen rund 1.250 Klimabäume.

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»Viele Projekte für den Klimaschutz anstoßen« -  Dienstantritt für neue Klimaschutzmanagerin

Zum 1. Februar hat Mona Berstermann die neu geschaffene Stelle einer Klimaschutzmanagerin für die Gemeinden Bissendorf und Belm angetreten. Grundlage der Tätigkeit ist das gemeinsame Klimaschutzkonzept von Bissendorf und Belm, das ein strategisches Fundament für die zukünftige Energie- und Klimapolitik der beiden Kommunen in den kommenden Jahren darstellen soll.

„Der allgemeine Klimawandel und der Umgang auf unmittelbarer, kommunaler Ebene ist eine der wesentlichen Herausforderungen der Arbeit in unseren Gemeinden für kommende Jahre und Jahrzehnte“, heben dazu die Bürgermeister Guido Halfter aus Bissendorf und Viktor Hermeler aus Belm hervor. „Mit unserem gemeinsamen Konzept sollen die Energie- und Klimaarbeit sowie die zukünftige Klimastrategie für Belm und Bissendorf vorbildlich und nachhaltig gestaltet werden“, unterstreicht Hermeler und Halfter ergänzt: „Dabei sollen die Bürgerinnen und Bürger in den Gestaltungsprozess mit einbezogen und animiert werden, sich aktiv an der Umsetzung der Zielvorstellungen zu beteiligen“.

Als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle wird dafür nun die neue Klimaschutzmanagerin für Maßnahmen und Projekte in den Bereichen Energie, Klimaschutz und Klimaanpassung sowohl für die Kommunen, die Bürgerinnen und Bürger als auch die Wirtschaft zuständig sein. Mona Berstermann ist in der Region insbesondere in der Projektarbeit, Fördermittelakquise und Bürgerbeteiligung keine Unbekannte. Die 32-Jährige war zuletzt verantwortliche Regionalmanagerin für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) „Hufeisen“, dem auch Bissendorf und Belm angehören und ist in der Region bestens vernetzt. „Ich freue mich, das Klimaschutzkonzept der beiden Gemeinden umzusetzen und viele Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen, um gemeinschaftlich das Thema Klimaschutz voranzubringen“, sagt Mona Berstermann.

Die Angliederung von Zuständigkeiten wie die Organisation von Arbeitsgruppen und Netzwerken, die Initiierung von Klimaschutzmaßnahmen, deren Begleitung und Umsetzung, Klimaschutz- und Projektcontrolling, die Fördermittelakquise sowie die Finanzverantwortung für Eigen- und Fördermittel sind dabei wesentliche Aspekte ihrer Aufgaben. „Ich wünsche mir, dass viele Projekte in unterschiedlichen Bereichen angestoßen werden, von kleinen Maßnahmen wie Müllsammelaktionen bis hin zu energetischer Sanierung von Gebäuden“, hebt die Klimaschutzmanagerin hervor.

Mona Berstermann wird wechselweise in den Rathäusern in Bissendorf und Belm erreichbar sein.

Die Kontaktdaten sind für Bissendorf 05402 404-206, berstermann@bissendorf.de und für Belm, 05406 505-44, berstermann@belm.de.

Intergriertes Klimaschutzkonzept

Die Herausforderungen des Klimawandels sind allgegenwertig. Im Falle eines ungebremsten Klimawandels ist im Jahr 2100 in Deutschland z. B. durch Reparaturen nach Stürmen oder Hochwassern und Mindereinnahmen der öffentlichen Hand mit Mehrkosten in Höhe von 0,6 bis 2,5 % des Bruttoinlandsproduktes zu rechnen. Von diesen Entwicklungen wird auch die Region der Gemeinden Bissendorf und Belm nicht verschont bleiben.
Der Klimawandel ist also nicht ausschließlich eine ökologische Herausforderung, insbesondere hinsichtlich der Artenvielfalt, sondern auch in ökonomischer Hinsicht von Belang.

Mit dem Ziel, ihre bisherige Energie- und Klimaschutzarbeit fokussiert voranzutreiben, haben sich die Gemeinden Bissendorf und Belm dazu entschieden, bei der Klimaschutzarbeit in die nächste Runde zu gehen und haben auf Grundlage des Masterplans 100% des Landkreises Osnabrück ein gemeinsames Klimaschutzkonzept erstellt.

Wesentlicher Grundgedanke ist es, kommunales Handeln mit den Aktivitäten und Interessen aller weiteren Akteure in den beiden Gemeindegebieten zu verbinden. Mit der Unterstützung von Akteuren in den Gemeinden und der Region soll zielgerichtet auf die eigenen Klimaschutzziele hingearbeitet werden.

Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Bissendorf und Belm und der energielenker projects GmbH durchgeführt.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept finden Sie hier zum Download.

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Das Klimaschutzmanagement wird gefördert vom:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Vorhaben: KSI: Klimaschutzmanagement zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Gemeinden Bissendorf und Belm

Förderkennzeichen: 67K16232

Laufzeit: 01.02.2022 bis 31.01.2025

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen- Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.