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Die Gleichstellungsbeauftragte informiert


Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Belm.
 

Auch Männer brauchen regelmäßige Gesundheitsvorsorge - Gleichstellungsbeauftragte informierte zum „Weltmännertag“

Mit einem großen Teller gefüllt mit quadratischer Schokolade, Obst und Informationsmaterialien zum Thema Männergesundheit besuchte Belms Gleichstellungsbeauftragte Barbara Weber alle männlichen Mitarbeiter von Gemeindeverwaltung und Bauhof. Grund war der seit 2000 jährlich am 3. November stattfindende „Weltmännertag“. 

Schirmherr ist Michail Gorbatschow. Heute stehen dabei vor allem rechtzeitige Gesundheitsvorsorge und die realistische Einschätzung der eigenen gesundheitlichen Verfassung und Risiken im Vordergrund. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Internationalen Männertag, der am 19. November eines jeden Jahres stattfindet.

Barbara Weber informierte bei ihren Besuchen über das gerade für junge Männer noch viel zu wenig beachtete Thema. Sie überreichte auch das Faltblatt „Work-Life-Balance“ der „Stiftung Männergesundheit“ und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in dem die Männer reichlich Hinweise und Anregungen für ein wichtiges Augenmerk auf ihre Gesundheit finden. „Die Broschüre ersetzt aber keinesfalls einen Arztbesuch“, verdeutlichte Barbara Weber und riet: „Geht regelmäßig zum Arzt und lasst Euch präventiv untersuchen“. Diese Broschüre und weitere Informationen der Stiftung Männergesundheit gibt es für Interessierte im Gleichstellungsbüro im Rathaus der Gemeinde Belm“.


„Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?“

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge fühlen sich in Deutschland ca. 250.000 Männer zwischen 18 und 75 Jahren sexuell zu Kindern hingezogen. Viele der Betroffenen, in der großen Mehrzahl Männer, haben erhebliche Schwierigkeiten mit dieser sexuellen Neigung zu leben. Viele erkennen das Auftreten sexueller Gedanken an Kindern als Problem und wissen, dass deren Umsetzung tabu ist. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, mit diesem Wissen umzugehen.

Die Neigung belastet Beziehungen zur (Sexual-) Partnerin oder des Partners und macht sie oft unmöglich. Vielen Betroffenen gelingt es nicht, ihre Neigungen dauerhaft zu kontrollieren. Sie nutzen Missbrauchsabbildungen im Internet, sogenannte Kinderpornografie, oder begehen sexuelle Übergriffe auf Kinder. Diese Handlungen haben nicht nur schwerwiegende körperliche und seelische Folgen für die Kinder, sondern sind zudem Straftaten, die erhebliche gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Der Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Sexualmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet kostenlose und schweigepflichtgeschützte Behandlung für Personen, die eine sexuelle Neigung zu Kindern verspüren und therapeutische Hilfe suchen. Im Rahmen der Therapie erhalten die Patienten Unterstützung beim Umgang mit Problemen, die sich aus ihrer Sexualität ergeben. Ziel ist es, keine sexuellen Übergriffe auf Kinder zu begehen und den Konsum von kinderpornografischem Material zu unterlassen. Wer teilnehmen will, muss bezüglich seiner auf Kinder gerichteten sexuellen Impulse über ein Problembewusstsein verfügen und von sich aus therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen.

Kontakt über Telefonhotline 0511 532 8052, E-Mail: dunkelfeld.info@mh-hannover.de, Web: www.kein-taeter-werden.de

Selbstgebundene Adventskränze für die neu gestalteten Räume

Der Frauentreff für ausländische Frauen und andere Interessierte konnte bereits im Dezember vergangenen Jahres auf sein 20–jähriges Bestehen zurückblicken. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste eine Jubiläumsfeier aber ausfallen und erst kurz vor Beginn der diesjährigen Sommerferien konnte dem Treff wieder etwas Leben eingehaucht werden. Dies nutzten Barbara Weber, Gleichstellungsbeauftragte und Gründerin des Treffpunktes, gemeinsam mit Maria Martin Sanabria vom Freiwilligenbüro der Gemeinde Belm und einigen Besucherinnen zur Umgestaltung und Verschönerung des Frauentreffs.

Für eine erste Dekoration des umgestalteten Raumes bot sich der Landfrauenverein Weser-Ems e.V. an, mit den Frauen Herbst- und Adventskränze zu gestalten. Dieses Corona konforme Angebot wurde sehr gerne angenommen und unter Anleitung der Belmer Landfrauen Christa Schürmann und Erika Riestenpatt entstanden zumeist adventliche Prachtkränze.

Die Frauen verabredeten auch bereits eine neue Aktion für den Herbst kommenden Jahres. Hier soll dann der Fokus auf das Binden herbstlicher Kränze wie etwa Hortensienkränze gelegt werden.

Rechte der Mädchen stärken - Am 11. Oktober war Welt-Mädchentag

Die Vereinten Nationen haben den 11. Oktober zum "International Day of the Girl Child" erklärt. Seit 2011 gibt es diesen Welt-Mädchentag, der auf einer Initiative von „Plan International“ basiert. Er soll die Probleme und die Bedürfnisse von Mädchen in den Vordergrund stellen und so ihre Rechte stärken.

Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest, dass Mädchen und Jungen dieselben, unveräußerlichen Rechte haben. Allerdings haben sie immer noch nicht dieselben Chancen: Im Verhältnis werden Mädchen häufiger diskriminiert und an ihrer freien, selbstbestimmten Entfaltung gehindert. Expertinnen und Experten sagen, dass nicht alle Mädchen genug ermutigt werden, selbstbewusst zu sein. Das soll daran liegen, dass es nicht genug weibliche Vorbilder gibt, an denen sie sich ein Beispiel nehmen können. So sind zum Beispiel viel weniger Frauen als Männer Chefs in deutschen Firmen. Dabei sollten sich Mädchen alles zutrauen, was Jungs sich auch zutrauen.

Ein großes Problem ist außerdem, dass Mädchen auch in Deutschland häufig von sexueller Belästigung betroffen sind.

Der Welt-Mädchentag rückt diese Probleme und die Bedürfnisse von Mädchen alljährlich in den Vordergrund. So wird auf internationaler Ebene ein Anstoß gegeben, die Situation von Mädchen zu verbessern.

Barbara Weber: „Als Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Belm bitte ich alle Politikerinnen und Politiker vor Ort, Lehrkräfte, Erziehrinnen und Erzieher und alle sozialen Einrichtungen, die mit Mädchen arbeiten, sich für die politische Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen einzusetzen und dafür, dass sie die Welt um sich herum aktiv mitgestalten können. Vielen Dank!“

»Wählt!Frauen!Jetzt!«

Sichtweisen von Frauen in politischen Entscheidungen stärker berücksichtigen

Vor knapp 100 Jahren erlangten Frauen beziehungsweise die Frauenbewegung das Wahlrecht in Deutschland. Heute gibt es eine Bundeskanzlerin, eine Verteidigungsministerin und eine Vorsitzende der ältesten deutschen Partei (Doppelspitze – weiblich und männlich besetzt). Doch der Frauenanteil im deutschen Bundestag (31,4 % - Stand Januar 2021) und nicht zuletzt auch im Belmer Gemeinderat, ist sehr niedrig. So vertreten in Belm 20 männliche Ratsmitglieder und nur sechs Ratsfrauen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Dabei ist es wichtig, dass gerade die Sichtweisen und Forderungen von Frauen stärker in die politischen Entscheidungen mit einfließen. Dabei ist ein unschätzbarer Vorteil, dass z.B. Frauen intoleranten sich gegen Minderheiten richtenden Parteiprogrammen durchschnittlich deutlich weniger Zuspruch entgegenbringen als Männer. Leider stellen wir aber fest, dass die Frauenbeteiligung in jüngster Zeit rückläufig ist. Das muss sich zukünftig ändern, denn: „Männer und Frauen sind nicht nur verschieden, sondern ergänzen einander so gut, dass sie zusammen beinahe allmächtig sind“. Dabei handelt es sich um ein Zitat von Elisabeth Badinter, einer französischen Philosophin. Und abschließend der Slogan des Kath. Deutschen Frauenbundes lautet: "Wählt!Frauen!Jetzt!"

Ein Info-Video gibt es mit dem Klick auf das Symbolbild:


Symbolbild: Anteil der aktuellen Sitzverteilung von Männern (graue Stühle) und Frauen im Belmer Gemeinderat. Dabei wird der Ratsvorsitz in der aktuellen Wahlperiode (9. WP) von einer Frau wahrgenommen und eine Frau bekleidet das Amt der Stellvertretenden Bürgermeisterin. Foto: Gleichstellungsbeauftragte

 „Meine Zukunft Pflege“: Land Niedersachsen und Bundesagentur für Arbeit schaffen schnellen Einstieg in den Pflegeberuf

Auf den vielerorts zu sehenden Plakaten und Anzeigen mit dem Slogan „Meine Zukunft Pflege“ kommen Pflegekräfte aus Niedersachsen zu Wort. Mit selbstbewusster Haltung erklären sie, warum sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Das Land Niedersachsen und die Bundesagentur für Arbeit informieren darüber, dass sie für Berufswechslerinnen und -wechsler die neue Möglichkeit geschaffen haben, sich in nur einem Jahr zum/zur Pflegeassistenten/in ausbilden zu lassen. Und sie werben für den Pflegeberuf, der fordernd, aber auch sehr bereichernd ist.

„Neu ist, dass Menschen, die z.B. in der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben und bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung verfügen, der Wechsel in die Pflege erleichtert wird“, erklärt Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens: „Wir eröffnen all jenen, die sich beruflich neu orientieren wollen oder müssen und die gerne mit Menschen arbeiten, eine neue Perspektive.“ Das Angebot und die begleitende Kampagne seien ein weiterer Beitrag zur Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni), so die Ministerin: „Durch die Gewinnung von Pflegekräften und eine bessere Personalausstattung in den Einrichtungen und Pflegediensten verbessern sich die Arbeitsbedingungen, davon profitieren sowohl die Beschäftigten in der Pflege als auch die Pflegebedürftigen.“

Um den Wechsel in den Pflegeberuf zu erleichtern, haben das Niedersächsische Sozialministerium und das Kultusministerium zusammen mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit die ab dem 1. August 2021 bestehende Möglichkeit geschaffen, sich in nur einem Jahr zur Pflegeassistenzkraft ausbilden zu lassen.

Normalerweise nimmt diese Ausbildung zwei Jahre in Anspruch. Der Einstieg ins zweite Jahr der Pflegeassistenzausbildung steht Menschen mit beruflicher oder ehrenamtlicher Vorerfahrung offen (die genauen Zugangsvoraussetzungen sind unten im Detail aufgeführt). So wird sowohl Quereinsteigerinnen und -einsteigern als auch bereits in der Pflege tätigen Hilfskräften ein schneller, aber dennoch gut qualifizierter Zugang in das spannende Berufsfeld ermöglicht.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne erklärt: „Für alle Beteiligten ist der Einstieg in das zweite Jahr der Ausbildung eine Herausforderung, denn die Zusammensetzung der Klassen wird vielschichtiger und das Ausbildungsziel muss erreicht werden. Dennoch wollen wir die bereits erworbenen Kompetenzen stärker berücksichtigen und so individuelle Bildungswege nicht unnötig in die Länge ziehen. Hierzu liegen aus der dualen Berufsausbildung gute Erfahrungen vor, die wir nun in der Ausbildung in der Pflegeassistenz anwenden.“

„Im Schuljahr 2018/2019 wurde in Niedersachsen knapp jede vierte neu begonnene Ausbildung zur examinierten Altenpflegefachkraft von den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gefördert. Ich freue mich, dass dies in Niedersachsen nun auch für das zweite Berufsfachschuljahr zur Pflegeassistentin oder zum –assistenten möglich ist“, erklärt Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit. Für Arbeitslose, die gerne Pflegeassistenz lernen möchten und die Fördervoraussetzungen erfüllen, können die Lehrgangskosten an zertifizierten Berufsfachschulen, die Kosten für den Lebensunterhalt und die Fahrtkosten übernommen werden. Pfeiffer: „Die Bundesagentur für Arbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Dort werden auf allen Qualifikationsebenen dringend Kräfte gebraucht. Und die Jobchancen sind ausgezeichnet. Die Pflegebranche wächst kontinuierlich und wird aufgrund der alternden Gesellschaft auch längerfristig viele Arbeitsplätze bieten.“
Weitere Informationen finden Interessierte auf www.ms.niedersachsen.de/Pflege 

SERVICE

Die Pflegeassistenz zählt zu den so genannten Helferberufen, deren Ausgestaltung den Bundesländern obliegt. Die niedersächsische Pflegeassistenzausbildung bietet dabei eine umfassende Qualifikation, um im späteren Berufsfeld mit fundierten Kenntnissen tätig werden zu können. In enger Zusammenarbeit mit Pflegefachkräften wird im Arbeitsalltag die Versorgung von Menschen für Menschen umgesetzt. Dabei übernehmen Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten große Teile der Versorgung von Pflegebedürftigen unter der fachlichen Leitung einer Pflegefachkraft. Der Beruf zeichnet sich durch vielfältige Aufgaben, aber auch durch menschliche Kontakte und individuelle Betreuung aus und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung von Pflegebedürftigen in Niedersachsen. Die Aufgaben als Pflegeassistentin/Pflegeassistent unterscheiden sich je nach Einsatzbereich.
Im ambulanten Bereich gehören hier u.a. Hilfe in der Haushaltsführung, beim Einkaufen oder Kochen dazu, aber natürlich auch Aufgaben der pflegerischen Versorgung. Im ambulanten Bereich wird in der Regel ein Führerschein benötigt, um die Hausbesuche durchzuführen.

Im stationären Bereich gehört neben den Aufgaben der pflegerischen Versorgung auch die so genannte Beschäftigungstherapie zu den täglichen Aufgaben. In diesem wichtigen Feld betreuen Assistenzkräfte die Pflegebedürftigen im Alltag, spielen mit diesen Gesellschaftsspiele, gehen gemeinsam spazieren und sorgen mit Gesprächen für ein angenehmes soziales Umfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Pflege eröffnet auch weitere berufliche Perspektiven: Nach erfolgreich abgeschlossener Pflegeassistenzausbildung besteht z.B. die Möglichkeit, verkürzt in die Ausbildung zur Fachkraft einzusteigen und sich so beruflich weiter zu entwickeln. Zudem gibt es zahlreiche Weiterbildungsgänge. Karriere in der Pflege ist Karriere als Mensch.

Mit der Kampagne „Meine Zukunft Pflege“ bahnen das Niedersächsische Sozialministerium und das Niedersächsische Kultusministerium zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit Menschen den Weg in die Pflege. Die aktuell laufende Plakatkampagne wird von der Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung, Niedersachsen, unterstützt. Gemeinsam wird auf die Attraktivität des Pflegeberufs generell sowie auf die neue Möglichkeit des Einstiegs ins zweite Jahr der Pflegeassistenzausbildung aufmerksam gemacht. Ziel ist es, ausreichend Pflegekräfte insbesondere für die Altenpflege zu gewinnen.

Die Konzertierte Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) ist ein 2019 vom Niedersächsischen Sozialministerium initiierter Pakt der Landesregierung u.a. mit Pflegekassen, Verbänden gemeinnütziger und privater Einrichtungsbetreiber, Kommunalen Spitzenverbänden und Berufsfachverbänden. Mit vereinbarten, konkreten Maßnahmen werden die Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert. Die Kampagne „Meine Zukunft Pflege“ steht im Kontext der KAP.Ni. Weitere Informationen zur KAP.Ni finden Sie auf www.ms.niedersachsen.de/Pflege

Die Voraussetzungen für den Einstieg ins zweite Jahr der Pflegeassistenzausbildung wurde durch das Niedersächsische Kultusministerium mit Erlass vom 1. März 2021 geschaffen und geregelt. Die Einstiegsmöglichkeit besteht ab 1. August 2021.

Die verkürzte Pflegeassistenzausbildung kommt für Interessierte in Frage, wenn…
- sie nach Abschluss einer durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit nachweisen können
oder wenn sie
- eine zweijährige Berufsfachschule - Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege- – oder eine gleichwertige einschlägige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben,
- mindestens einen Sekundarabschlusses I - Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen und
a) ein Jahr in Vollzeit als Hilfskraft oder
b) ein Jahr in Vollzeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im pflegenahen Bereich einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus oder
c) auch ehrenamtlich mindestens drei Jahre im Betreuungsdienst des Katastrophenschutzes tätig waren,
- nach Abschluss einer durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung an einer Qualifizierung in der Alltagsbegleitung im Umfang von mindestens 160 Unterrichtsstunden teilgenommen haben und mindestens zwei Jahre lang in der Alltagsbegleitung tätig waren.

Interessierten wird ein Beratungstermin empfohlen bei der Bundesagentur für Arbeit – die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter beraten Interessierte gerne zu den Möglichkeiten des Einstiegs in den Pflegeberuf sowie zu Fragen hinsichtlich möglicher Förderungen.

Die Entscheidung über die Aufnahme in das zweite Jahr der Pflegeassistenz-Ausbildung erfolgt durch die jeweilige Schule und nur nach Durchführung eines Beratungsgesprächs an der Schule.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit zu finden unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nsb/wege-in-die-pflegeberufe 

Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter beraten Interessierte gerne zu den Einstiegsmöglichkeiten sowie zu Fragen hinsichtlich möglicher Förderungen. Ein Beratungstermin kann u.a.  telefonisch angefragt werden: 0800 4 555500 (gebührenfrei), Montag – Freitag, 8 – 18 Uhr

Rückkehr in den Beruf - Berufliche Beratung für Frauen

In Zusammenarbeit mit der „Koordinierungsstelle Frau & Betrieb“ Osnabrück lädt die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Weber 07. Juli 2021 von 9 bis 16 Uhr zu Einzelberatungen für Frauen am in das Rathaus der Gemeinde Belm ein. Dabei sind alle interessierten Frauen willkommen, von der Berufsrückkehrerin bis zur Frau mit Orientierungs- oder Qualifizierungsfragen.

Folgende Fragen können etwa bearbeitet werden: Wie komme ich nach Elternzeit oder Pflege wieder in den Beruf? Was soll sich beruflich für mich ändern? Wie kann ich mich beruflich weiterentwickeln? Was muss ich beachten bei Änderungen der Arbeitszeit? Wo und wie kann ich mich bewerben? Nach langer Zeit zu Hause/mit Minijob will ich noch mal durchstarten, wie gelingt mir das?

Als Fachfrau beantwortet diese und weitere Fragen Dipl. Päd. Bettina Jacob-Stallforth von der „Koordinierungsstelle Frau & Betrieb“. Die individuelle, rund einstündige Beratung ist kostenlos, unabhängig und vertraulich. Interessiert? Dann kann ab sofort ein Termin bei der Belmer Gleichstellungbeauftragten Barbara Weber unter der Telefonnummer 05406 505-82 vereinbart werden.

Mädchen aufgepasst: Girls‘Day 2021 Online!

Am Donnerstag, 22. April 2021, ist wieder Girls'Day! Barbara Weber, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Belm, macht auf diesen Tag aufmerksam, an dem junge Mädchen neue Berufe entdecken und Fähigkeiten testen können. Alle Mädchen ab der fünften Klasse können mitmachen.

Viele Mädchen interessieren sich für Berufe wie Verkäuferin, Friseurin oder Kauffrau für Büromanagement. Klar sind das interessante Jobs, aber vielleicht sollten junge Mädchen bei ihren Berufsvorstellungen auch über andere Bereiche nachdenken Am Girl´s Day kann man Berufe kennen lernen, in denen bisher meist Männer arbeiten – etwa Informatikerin, Industriemechanikerin oder Tischlerin. Hier sind junge Frauen sehr gefragt. Der Girl´s Day findet in diesem Jahr überwiegend digital statt. Das heißt, Teilnehmerinnen nehmen von ihrem Computer aus an einem Angebot teil. So kann man z.B. an einer 360-Grad-Campustour teilnehmen, eine Werkstatt per Livestream sehen oder erfahren, was eine Programmiererin so macht.

Vor Beginn sollten Eltern und Schule gefragt und informiert werden, ob eine Teilnahme möglich ist. Die Teilnahme an einem Girl´s Day-Angebot erfordert zuvor eine Anmeldung unter www.girls-day.de. Unter dem dortigen Radar-Icon können auch Angebote vor Ort oder die digitalen Angebote gefunden werden, zu denen man sich anmelden kann.

Lila Herzchen zum Internationalen Frauentag

Am 8. März 2021 fand der „Internationale Frauentag“ zum 100. Mal statt. Alljährlich am 8. März wird weltweit im öffentlichen Raum und mit einer hohen Signalwirkung für Frauenrechte, Gleichberechtigung und Emanzipation demonstriert. In diesem Jahr wurden neue Formate erprobt, um im digitalen Kontext und durch Plakate und Flyer auf das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter hinzuweisen. In der Gemeinde Belm musste die jährliche Rosenaktion zur Marktzeit am Donnerstag mit Unterstützung des Internationalen Frauentreffs aus Gründen der Kontaktreduzierung ausfallen, dennoch wurde mit einer kleinen Aktion an diesen Tag erinnert. So verteilten Belms Gleichstellungsbeauftragte Barbara Weber und Mitarbeiterin Maria Martin Sanabria vom „Frauentreff für ausländische Frauen und andere Interessierte in Belm“ süße Herzchen an die Frauen im Belmer Rathaus und informierten über die Hintergründe des Internationalen Frauentages.

Der Internationale Frauentag 2021 stand unter dem Motto der UN: „Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“. Das Motto stellt heraus, dass die Aufgabenlast der Frauen während der Covid-19-Pandemie deutlich gestiegen ist. So sind Frauen mit einem deutlich höheren Anteil in sozialen und Pflegeberufen beschäftigt als Männer. Zudem übernehmen Frauen auch im häuslichen Umfeld primär die unbezahlte Pflege- und Betreuungsarbeit. Die Corona Pandemie könne demnach zu einer Verfestigung alter Rollenbilder und Geschlechterstereotype führen. „So zeichnet sich zum Thema Gleichberechtigung im Jahr 2021 unter dem Schatten der Corona Pandemie ein rückläufiger Trend ab, der den guten Weg gefährden könnte“, macht Barbara Weber deutlich.

Auch das Europäische Parlament hat dazu aufgerufen, diese Herausforderungen anzugehen. Die Gleichstellung der Geschlechter sei ein grundlegender Wert, aber es gebe noch immer viele Herausforderungen in diesem Bereich.
„Die Gleichheit von Frauen und Männern ist in allen Bereichen, einschließlich der Beschäftigung, der Arbeit und des Arbeitsentgelts, sicherzustellen“ besagt Artikel 23 der Charta der Grundrechte der europäischen Union
„Auch in Deutschland ist es weiterhin wichtig, an guten Rahmenbedingungen zu arbeiten, so dass Frauen die gleichen Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Potentiale und Kompetenzen in der Arbeitswelt erfahren und eine demokratische Abbildung der Gesellschaft durch Frauen in wichtigen Positionen wie Politik und Wirtschaft zum Ziel wird“, bekräftigt Weber. Nicht zuletzt als Vorbildfunktion für die nachfolgenden Generationen von Mädchen und jungen Frauen sei es wichtig, die Sichtbarkeit von weiblichen Rollenvorbildern in entscheidenden Schlüsselpositionen der Gesellschaft zu fördern.

"Game Changer - Mach dich stark für equal pay!"

„Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“, unter diesem Motto steht der diesjährige Equal Pay Day 2021 am 10. März.

19 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. „Das sind genau 19 Prozent zu viel“, sagt Barbara Weber, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Belm. Nach wie vor belegt Deutschland mit diesem Ergebnis einen der hinteren Spitzenpositionen im europäischen Vergleich. Weber: „Die Lohnlücke hat sich in den letzten Jahren kaum geändert, die Zahlen wirken wie in Stein gemeißelt“.

Was sind die Gründe für diese Unbeweglichkeit? Was sagt der „Gender Pay Gap“ über unsere Gesellschaft, Rollenvorstellungen und Unternehmenskulturen aus? Was können wir in Verhandlungssituationen im Beruflichen wie im Privaten ändern, um zu mehr Gerechtigkeit und Gleichstellung in Gesellschaft, Familie und Beruf zu gelangen? Hier setzt das Projekt „Game Changer“ an. Der Begriff Game Changer kommt aus dem Sport. Als Game Changer wird der Spieler oder die Spielerin bezeichnet, die das Spiel verändern, herumreißen und vielleicht sogar mit eigenen Regeln den Druck auf alle Beteiligten erhöhen, sich weiterzuentwickeln.

Gesucht werden jetzt „Game changer“, so die Belmer Gleichstellungsbeauftragte weiter. Mutige, kreative, moderne Macher und Macherinnen, die aktiv, innovativ und kompetitiv sind. Weber: „Nehmen Sie an einer der vielen Aktionen in ganz Deutschland teil, unterstützen Sie die Aktion auf Twitter, Facbook, Linkedin oder Instagram. Stellen Sie Fragen, kommen Sie ins Gespräch. Welche Frauen und Männer aus dem persönlichen Umfeld stehen für moderne Gleichberechtigung im Beruf oder Privatleben? Warum sehen Sie sich selbst als Game Changer?“

Eine Vorlage für Anfragen gibt es unter www.equalpayday.de/startseite. Vorschläge und Rückmeldungen zum aktuellen Motto können auch an info@equalpayday.de geschickt werden.

B. Weber

"Häusliche Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen"

Anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ am 25. November hat auch die Gemeinde Belm durch Hissen der blauen „Frei leben ohne Gewalt“-Flagge am Rathaus wieder ein sichtbares Zeichen gesetzt, Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Ehe oder Lebensgemeinschaft, im Verwandten- oder Freundeskreis nicht zu tolerieren. 

Belms Gleichstellungsbeauftragte Barbara Weber hatte zu der Flaggenaktion eingeladen, bedingt durch die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie konnten jedoch in diesem Jahr die Belmer Ratsfrauen sowie Vertreter der Polizeidienstelle am Marktring nicht teilnehmen. Gemeinsam mit Bürgermeister Viktor Hermeler und seinem Allgemeinen Stellvertreter Marcus Hensing hisste Barbara Weber die Flagge am Rathaus. Bereits in der Woche zuvor hatte die Gleichstellungsbeauftragte gemeinsam mit Heidi Reichinnek von den Ökumenischen Jugendhilfen auch an einem Informationsstand auf dem Belmer Wochenmarkt auf das Thema aufmerksam gemacht.

Denn gerade im „Corona“-Jahr 2020 mit seinen Lockdowns und Kontaktbeschränkungen war „Häusliche Gewalt“ ein sehr aktuelles Thema. „Häusliche Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen“, erklärt Weber. Sie reichen etwa von Beleidigungen und Einschüchterungen über Bedrohung sowie psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen, Freiheitsberaubung bis hin zu Vergewaltigungen oder gar zu versuchten oder vollendeten Tötungen. Häusliche Gewalt ist nie Privatsache. Häusliche Gewalt betrifft alle Bildungs- und Einkommensschichten, Altersgruppen, Nationalitäten, Religionen und Kulturen.

Rund ein Drittel aller Frauen wurden schon einmal Opfer von Beziehungsgewalt. Aber auch Männer können in Beziehungen Gewalt ausgesetzt sein. „Professionelle Hilfe ist unerlässlich, um Unterstützung für den Weg aus der Gewalt zu erhalten! Hilfsangebote sind auf der Internetseite www.osnabrueck-gegen-gewalt.de zu finden“, erklärt Maike Ahlrichs vom Präventionsteam der Polizei Osnabrück.

Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen: "Wann, wenn nicht jetzt"

20 bundesweit tätige Organisationen und Verbände stellen Forderungen an Bundesregierung und Arbeitgeber

Corona hat das Leben in Deutschland und in der Welt grundlegend verändert. Deutlich wird, dass die wirtschaftlichen und sozialen Kosten Frauen wesentlich stärker treffen. Die Pandemie vergrößert alle gleichstellungs- und frauenpolitischen Probleme/Schieflagen, auf die wir bereits seit Jahrzehnten hinweisen.

Angesichts der existenziellen Krise wird deutlich, wie lebensbedrohlich sich die über Jahre privatisierte und eingesparte öffentliche soziale Infrastruktur und die falschen Arbeitsbewertungen jetzt auf unseren Lebensalltag auswirken. Wann, wenn nicht jetzt werden unsere frauen- und gleichstellungspolitischen Forderungen anerkannt und umgesetzt.

Wir erwarten von Politik, Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen innen und allen Verantwortungsträgern und Verantwortungsträgerinnen ein ebenso mutiges, sachbezogenes und schnelles Handeln wie jetzt in der Zeit von Corona.

Deshalb fordern wir u.a.:
  • finanzielle Aufwertung und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, im Gesundheitswesen, der Erziehung und im Einzelhandel
  • Abschaffung der Sonderregelungen für Minijobs
  • Rahmenbedingungen und Arbeitszeiten, die es Eltern ermöglichen, sich die Care-Arbeit gereicht zu teilen
  • eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung mit Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen

Die geplante Ausweitung der Notbetreuung in Kitas und Schulen greift zu kurz – Die "lag" fordert ein umfassenderes Konzept für die Kinderbetreuung in der Corona-Krise!

Endlich wird die Notbetreuung in Kitas und Schulen ausgeweitet. Das wird auch Zeit, denn Frauen leisten neben der Erwerbsarbeit durchschnittlich 4,5 Wochenstunden Haushalts-, Fürsorge- und Pflegearbeiten. Entsprechend wichtig ist die Unterstützung durch eine verlässliche Kinderbetreuung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) hält die Ausweitung der Notbetreuung für längst überfällig und begrüßt diese Entscheidung. Denn gerade Frauen sind in ihrer Berufstätigkeit auf eine gute Infrastruktur von Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen. Auch während einer Pandemie!

Problematisch ist jedoch aus Sicht der lag, wer laut Niedersächsischer Verordnung vom 17. April 2020 einen Anspruch auf die Notbetreuung hat. Zum einen sind hier Kinder genannt, deren Elternteil in einem Berufszweig arbeiten, der von allgemeinem öffentlichem Interesse ist. Zum anderen steht die Notbetreuung lediglich den Kindern zu, deren Betreuung einem besonderen Härtefall entspricht, also z.B im Fall einer drohenden Kündigung oder einem erheblichen Verdienstausfall. Alle anderen Familien mit Kindern haben keinen Anspruch auf eine Notbetreuung.

Die lag ist überzeugt, dass diese Regelung dem dringenden Bedarf erwerbstätiger Frauen, insbesondere dem Bedarf von Alleinerziehenden, nicht ausreichend entspricht. Dabei ist es für die lag und sicherlich auch für die betroffenen Eltern derzeit noch vollständig unklar, wie z.B. drohende Kündigung oder erheblicher Verdienstausfall nachgewiesen werden können und wer den besonderen Härtefall definiert.

Für die lag steht fest: Gerade Frauen brauchen gute Rahmenbedingungen, um in der Corona-Krise nicht allzu lange aus dem Berufsleben aussteigen zu müssen, weil sie möglicherweise monatelang die Kinderbetreuung zu Hause bewerkstelligen müssen. Die Notbetreuung in Kita und Schule muss sich am tatsächlichen Bedarf der Eltern orientieren. Eine enge Auslegung der Härtefälle vor Ort führteher dazu, dass sich Frauen aus der Erwerbstätigkeit zurückziehen müssen. Dies schwächt nicht nur die Einkommensstruktur des Staates, sondern verfestigt auch die traditionelle familiäre Arbeitsteilung mit ihren geschlechtertypischen Rollenbildern. Diese aufzubrechen ist jedoch das Erfordernis der Zeit, nicht deren weitere Festschreibung.

Corona-Pandemie und häusliche Gewalt

Anlässlich der getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID- 19 weist Barbara Weber, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Belm, darauf hin, dass bundesweit wie auch in Belm und der Stadt Osnabrück ein Wachstum der Fallzahlen über die häusliche Gewalt aktuell nicht festzustellen ist. Anders als in China, wo eine Verdreifachung der Anrufe wegen häuslicher Gewalt laut der Süddeutschen Zeitung gemeldet wurde. Expertinnen und Experten erwarten jedoch einen Anstieg der innerfamiliären Straftaten und gehen in diesem Zusammenhang von einem großen Dunkelfeld aus. Vermutlich ist es für betroffene Personen schwieriger geworden, unauffällig Hilfe zu holen, da sich der Täter oder ggf. die Täterin in häuslicher Gemeinschaft befindet und dieses Umfeld in der aktuellen Situation kaum verlassen kann.

Weber bittet die Belmer Bürgerinnen und Bürger, die Kenntnis von häuslicher Gewalt in ihrem Umfeld haben, nicht nur während der Corona-Pandemie um Zivilcourage und die Belmer Polizei unter Telefon 05406 807790 zu verständigen oder den Notruf 110 zu wählen.

Sie weist weiter auf Hilfs- und Beratungsangebote wie das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (08000 116 016), die "Nummer gegen Kummer" (116 111) für Kinder und Jugendliche und das Elterntelefon (0800 111 0550) hin.

Das bundesweite telefonische Hilfsangebot der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. bietet im Rahmen des Präventionsprojekts „Keine Gewalt– und Sexualstraftat begehen“ tatgeneigten Personen telefonische therapeutische Hilfestellungen an. Das Angebot ist kostenlos und kann anonym genutzt werden. Näheres unter: https://www.bevor-was-passiert.de

Notfall-Telefon "Bevor was passiert"

Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. bietet seit 26. März 2020 im Rahmen des Präventionsprojektes „Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen“ telefonische therapeutische Hilfestellungen für Menschen an, die befürchten, eine Straftat zu begehen. Insbesondere Personen mit sexuellen Phantasien gegenüber Kindern oder zu Gewalttaten neigende Personen können dieses kostenlose und anonyme Angebot nutzen.

Bundesweite kostenfreie Hotline:
0800 70 222 40
(Montag bis Freitag, jeweils 9 bis 18 Uhr)

Dieses Präventionsangebot ist vornehmlich eingerichtet für zur Gewalttätigkeiten oder Sexualstraftaten neigende Personen - unser Therapeutenteam steht aber nunmehr als Erstanlaufstelle auch Personen zur Seite, welche die Begehung eines solchen Übergriffs an sich, ihren Angehörigen oder Kindern befürchten. Ist eine solche Straftat allerdings bereits begangen worden, sollte die erste Anlaufstelle stets das örtliche Polizeirevier sein.

Bereits seit dem 01.01.2019 wird das BIOS-Therapieangebot für Menschen, die unter einer pädophilen Störung leiden, vom Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) anerkannt und von dort aus finanziert. BIOS-BW unterhält seit 2015 das Präventionsprojekt „Keine Gewalt und Sexualstraftat“ begehen. Seit Gründung wurden 505 Personen im Projekt behandelt.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.bevor-was-passiert.de sowie unter www.bios-bw.com.

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungbüros Niedersachsen befürchtet: Traditionelle Rollenbilder verfestigen sich durch die Corona-Pandemie

Kein Unterricht mehr vor den Sommerferien? Niedersachsen stellt sich auf möglicherweise längere Zeiten der Schulschließungen ein. Wichtige Maßnahmen infolge der Corona-Pandemie verschärfen jedoch die Belastungen für Familien. Wer wird die zusätzlich erforderliche Betreuungs-, Lehrkräfte- und Sorgearbeit für Kinder leisten, wenn Schulen und Betreuungseinrichtungen noch wochenlang nicht öffnen können? Gleiches gilt für die Pflege von Familienangehörigen, wenn Tageseinrichtungen für ältere Menschen über einen längeren Zeitraum geschlossen sein sollten.

Schon jetzt leisten Frauen durchschnittlich anderthalb Stunden täglich mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Hausarbeit, Kinderbetreuung und die Sorge um Ältere und Pflegebedürftige sind gesellschaftlich notwendige Aufgaben, die in erster Linie von ihnen erfüllt werden. Die traditionelle familiäre Arbeitsteilung führt für Frauen seit jeher zu erheblichen Nachteilen. Teilzeitarbeit, geringe Einkommen, oftmals keine eigenständige Existenzsicherung, niedrige Renten und Armut im Alter sind die Folgen.

Nun fordert die Corona-Krise einen deutlichen zeitlichen Zuwachs an familiärer Sorgearbeit. Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) befürchtet, dass dieses „Mehr“ ganz selbstverständlich von Frauen erwartet und überwiegend von ihnen geleistet wird. Damit diese Situation für Frauen nicht zu zusätzlichen negativen Konsequenzen für ihre Erwerbstätigkeit führt, ist es dringend erforderlich, dass sich Männer verstärkt in die unbezahlte familiäre Arbeit einbringen. Es wäre ein wünschenswerter Effekt, wenn Sorgearbeit jetzt neu verteilt wird und nicht allein zu Lasten von Frauen geht.

Besonders hart sind Alleinerziehende von geschlossenen Schulen und Kitas betroffen. Sie haben keine Wahl, innerfamiliär eine geschlechtergerechte Arbeitsteilung zu etablieren. Sie sind allein für das Funktionieren ihrer Familie verantwortlich. Zur Entlastung dieser Gruppe von Frauen fordert die lag, die Notbetreuung in Schulen und Kitas nicht nur für Elternteile in system- relevanten Berufen zu öffnen, sondern auch der Gruppe der berufstätigen Alleinerziehenden zur Verfügung zu stellen.

Für Berufe in der Pflege ist die Arbeitszeitverordnung aufgehoben. Die verlängerten Arbeitszeiten im Gesundheitswesen werden mit der Notfall-Kinderbetreuung nicht abgedeckt. Auch hier dürfen die Betroffenen nicht mit der Lösung des Problems allein gelassen werden. Es bedarf dringend einer Unterstützung dieser Eltern, die zusätzlich erforderliche Kinderbetreuung zu organisieren und zu finanzieren.

Viele Frauen sind derzeit in der Situation, einerseits ihre Kinder betreuen und parallel dazu den Klimmzug versuchen zu müssen, Homeoffice zu leisten. Realistisch betrachtet lässt sich feststellen: Beides zusammen geht nicht! Es hat in der Vergangenheit nicht funktioniert und wird auch in der Corona-Krise nicht funktionieren. Homeoffice zeitgleich mit der Betreuung von Kindern stellt hohe Anforderungen und kann nach Einschätzung der „lag“ seitens der Arbeitgeber als Angebot gemacht, aber nicht für alle als verpflichtende Maßnahme eingefordert werden.

Mit Nachdruck weist die „lag“ auch darauf hin, dass die Aufwertung von Frauenberufen jetzt absolute Priorität haben muss. Diese Forderung steht ja schon lange im Raum, hat aber nun eine ganz neue gesellschaftliche Bedeutung bekommen. Denn in der Krise hat sich gezeigt, worauf es wirklich ankommt. Die systemrelevanten Berufe sind in den Blick gerückt, diejenigen, ohne die es nicht mehr läuft. In diesem Berufen sind überwiegend Frauen tätig. Mehr als je zuvor ist es erforderlich, für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung in diesem Berufen zu sorgen, fordert die lag.
Auch und gerade in der Corona-Krise lohnt es sich, auf die geschlechterspezifischen Zusammenhänge von politischen Entscheidungen zu schauen. Denn nur so kann festgestellt werden, ob sich die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im derzeitigen Krisenmodus weiter verfestigen. Ministerin Dr. Carola Reimann hat zum Equal Pay Day Mitte März eine „gerechte Verteilung der Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen“ gefordert. Es ist Zeit, das umzusetzen – gerade in der Krise.

Corona-Zeiten: Wo gibt es jetzt Beratung für Eltern?

Nationales Zentrum Frühe Hilfen © Nationales Zentrum Frühe Hilfen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fallen zur Zeit Eltern-Kind-Gruppen aus. Familienzentren haben dicht gemacht und viele Anlaufstellen der Frühen Hilfen sind für den Publikumsverkehr weitgehend geschlossen. An wen können sich Schwangere und Eltern mit Kindern bis 3 Jahre jetzt wenden, wenn sie Fragen und Sorgen rund um die Familie haben? Wer hört ihnen zu oder berät sie, wenn sie in Not oder in einer Konfliktsituation sind? Hier finden Sie eine Übersicht an professionellen und ehrenamtlichen Beratungsmöglichkeiten für (werdende) Eltern per Telefon oder Online-Beratung.

Die meisten Anlauf- und Beratungsstellen für Eltern und Schwangere haben wegen Covid-19 den Publikumsverkehr derzeit stark eingeschränkt. Die Stellen sind aber weiterhin besetzt und in der Regel telefonisch erreichbar. Informieren Sie sich zunächst bei den Beratungsstellen öffentlicher und freier Träger in Ihrer Nähe, ob sie Schwangere und Familien telefonisch beraten.

Die passende Beratungsstelle vor Ort können Sie über die folgenden bundesweiten Suchen finden:

Erziehungs- und Familienberatungsstellen: www.bke.de
Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten: www.dajeb.de
Anlaufstellen Frühe Hilfen: www.elternsein.info 
Schreiambulanzen: www.elternsein.info
Schwangerschaftsberatungsstellen: www.familienplanung.de


Vielseitige Informationen des Niedersächsischen Kultusministeriums und der Landesschulbehörde für mit Tipps und Hinweisen für Eltern rund um die Zeit der Kontaktsperre:


Eine wichtige Alternative zur Beratung vor Ort sind für Schwangere und Familien jetzt die Online-Beratungen und Telefonberatungen verschiedener gemeinnütziger Träger. Die Informationen auf dieser Seite werden fortlaufend aktualisiert.

www.bke-elternberatung.de

Die Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V. (bke) ist auf die Beratung von Eltern spezialisiert und berät bundesweit anonym und kostenlos unter www.bke-elternberatung.de. Die Fachkräfte der bke-Onlineberatung für Eltern informieren auch über die Angebote der Frühen Hilfen, wie Familienhebammen oder Familienkinderkrankenschwestern.
Bei der bke-Onlineberatung beraten pädagogische und psychologische Fachkräfte, die immer auch in einer Erziehungsberatungsstelle tätig sind. In der Mailberatung und im Einzelchat begleiten sie Eltern auch bei komplexen Problemen. Die Fachkräfte moderieren zudem Gruppen- und Themenchats. Mails werden werktags innerhalb von 48 Stunden beantwortet.

Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“

Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Elterntelefons der Nummer gegen Kummer e. V. sind auf die Beratung von Eltern spezialisiert. Sie informieren Schwangere und Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren bei Bedarf zu Frühen Hilfen. Das Elterntelefon berät bundesweit anonym und kostenlos unter der Nummer 0800 111 0 550:

  • montags bis freitags 9 bis 11 Uhr
  • dienstags und donnerstags 17 bis 19 Uhr
Online-Beratung der Caritas

Der katholische Wohlfahrtsverband Caritas bietet über ein Online-Beratungsportal kostenlose und anonyme Beratung und Hilfe an. Alle Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Frauen, Männer und Paare finden vielfältige Beratungsangebote:

  • Eltern und Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangerschaft
  • U 25 Suizidprävention

Sie können ihre Fragen und Anliegen per Mail versenden unter: www.caritas.de. Die Fachkräfte der Online-Beratung antworten zeitnah, spätestens innerhalb von 48 Stunden.

Online-Beratungen der Diakonie

Über das Hilfeportal der Diakonie, dem sozialen Dienst der evangelischen Kirchen, können alle Schwangere und Familien Online-Beratungen der Diakonie in ihrer Nähe finden. Die Online-Beratungen sind kostenlos und vertraulich. Sie erfolgen über ein besonders geschütztes Webmail-Formular. https://hilfe.diakonie.de

Telefonseelsorge

Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Telefonseelsorge sind rund um die Uhr unter den Nummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 erreichbar. Sie beraten alle Menschen mit Sorgen oder in Krisensituationen anonym und kostenlos. Die Telefonseelsorge bietet auch eine Mailseelsorge und Chatseelsorge an unter: www.telefonseelsorge.de. Träger der Telefonseelsorge sind die Evangelische Kirche und die Katholische Kirche in Deutschland.

Muslimisches Seelsorgetelefon

Das Muslimische Seelsorgetelefon MuTeS steht allen Menschen in seelischen Notlagen unter der Nummer 030 443509821 an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr offen. Die ehrenamtlichen muslimischen Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger beraten anonym und kostenlos (bis auf die üblichen Festnetzgebühren). Die Beratungen sind immer in Deutsch und dienstags in Türkisch. Nach Absprachen sind auch Beratungen in Arabisch, Urdu, Französisch, Englisch und Bosnisch möglich. Träger von MuTeS ist Islamic Relief Deutschland e. V. Informationen unter: www.mutes.de

Beratungshotline der ZWST

Die Beratungshotline der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V. berät junge Familien, insbesondere jüdischen Glaubens, unter der Telefonnummer 069 944371-63. Die Beratung ist anonym und kostenlos (bis auf die üblichen Festnetzgebühren). Die Sprechzeiten sind:

  • montags 9 bis 13 Uhr
  • dienstags 15 bis 18 Uhr
  • mittwochs 9 bis 14 Uhr
Mail-Beratung von pro familia

Bei Fragen und Problemen rund um Partnerschaft, Sexualität, Familienplanung und Schwangerschaft bietet der Verband pro familia eine kostenlose und anonyme Online-Beratung. In der bundesweiten E-Mail-Beratung antworten die qualifizierten Fachkräfte in der Regel innerhalb von drei Tagen. www.profamilia.de

Online-Chat der AWO zu Sexualität und Schwangerschaft

Der Online-Chat der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Niederrhein e. V. bietet die Möglichkeit, mit ausgebildeten Beraterinnen und Beratern anonym, vertraulich und kostenlos zu allen Fragen zu Sexualität, (ungewollter) Schwangerschaft, Partnerschaft, STI und Verhütung zu chatten unter: www.liebe-lore.de

  • montags von 13.30 bis 17.30 Uhr
  • mittwochs von 9.00 bis 12.30 Uhr
Hotline Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V.

Die Hotline des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP) richtet sich an alle, die durch die Corona-Pandemie psychisch belastet sind. Wenn Menschen unter der häuslichen Isolation leiden, sozialen Rückhalt vermissen oder verunsichert sind, finden sie Beratung bei der professionellen anonymen und kostenlosen Hotline 0800 777 22 44. Die BDP-Corona-Hotline ist geschaltet:

  • täglich von 8 bis 20 Uhr
Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”

Das Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 bietet es Frauen aller Nationalitäten eine 24-Stunden-Beratung an. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten. Die Beratung erfolgt durch qualfizierte Fachkräfte mehrsprachig und barrierefrei. Das Hilfetelefon bietet zudem eine Chatberatung und E-Mail-Beratung auf Deutsch unter www.hilfetelefon.de. Träger des Hilfetelefons ist das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

www.gewaltlos.de

Die Internetberatung www.gewaltlos.de richtet sich an Mädchen und Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Der Chat ist rund um die Uhr geöffnet und berät kostenfrei und anonym. Träger der Internetberatung ist der Verein Gewaltlos.de e. V. Ihm gehören 34 Vereine des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) aus ganz Deutschland an.

Hilfetelefon für „Schwangere in Not“

Das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ des Bundesfamilienministeriums ist unter der Nummer 0800 40 40 020 rund um die Uhr für Schwangere erreichbar. Qualifizierte Beraterinnen beraten anonym und kostenlos, bei Bedarf auch in 18 Sprachen. Das Hilfetelefon bietet auch eine kostenlose und anonyme Online-Beratung unter: https://schwanger-und-viele-fragen.de


Corona-Krise: Survival-Kit für Männer unter Druck

Die Dachorganisationen für Jungen-, Männer- und Väterarbeit in der Schweiz (www.maenner.ch), Österreich (www.dmoe-info.at) und Deutschland (www.bundesforum-maenner.de): "Unser Beruf ist, Männer zu beraten und zu begleiten. Wir wissen aus Erfahrung: In einer Krisensituation steigt das Risiko, die Kontrolle zu verlieren und gewalttätig zu werden. Hier sagen wir, was dich als Mann unterstützt, Stressmomente in der Corona-Krise zu bewältigen". Den Flyer mit Verhaltenstipps bei Stress in der Krise gibt es hier:

Klausurtagung: Gleichstellungsbeauftragte unterstützen Initiative der LandFrauen

Die Kreisarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osnabrück unterstützt die Unterschriftensammlung des LandFrauenverbandes für die bevorstehende Petition zur Anhebung der Altersgrenze im Mammographie-Screening-Programm. Die LandFrauen und Gleichstellungsbeauftragten fordern für alle Frauen die Durchführung der Brustkrebsfrüherkennung bis zum 75. Lebensjahr.
Noch bis zum 15. März können hierfür Unterschriften gesammelt werden. Listen sind bei den örtlichen Gleichstellungsbeauftragten erhältlich.

Dies war nur eines der Themen, die auf der Klausurtagung der Kreisarbeitsgemeinschaft in der letzten Woche im Hotel Piazza am Alfsee in Rieste besprochen wurden. Unter der Leitung von Monika Schulte, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, berieten sich sowohl haupt- als auch ehrenamtliche kommunale Gleichstellungsbeauftragte zu aktuellen Fragestellungen.

Eines der zentralen Themen war die Hebammenversorgung in der Region. Nach der Schließung der Hebammenzentrale Osnabrück hat zunächst der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück als Zwischenlösung eine Vermittlungstätigkeit aufgenommen. Die Gleichstellungsbeauftragten begrüßen es sehr, dass nun mit der zu April eingerichteten kommunal geförderten Hebammenzentrale beim SkF Osnabrück die Versorgungslücke verlässlich geschlossen werden kann. Informationen wird es dann unter www.hebammenzentrale-osnabrueck.de geben. Die Versorgung von Schwangeren und jungen Familien kann so verbessert werden.

Auf Landesebene macht sich die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (lag) gemeinsam mit dem Bündnis Gesundheit rund um die Geburt stark für eine flächendeckende Versorgung und eine bessere Unterstützung von Eltern vor und nach der Geburt. Langfristig verfolgt das Bündnis das Ziel, eine Koordinierungsstelle für das Thema Gesundheit rund um die Geburt auf Landesebene einzurichten, die die nationalen Gesundheitsziele im Blick hat, wie Regina Bien, Vorstandsmitglied der "lag" und Gleichstellungsbeauftragte der SG Bersenbrück, berichtet.

An die Verbesserung der Gesundheit rund um die Geburt schloss sich die Forderung, Eltern eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung zu gewährleisten.

Für die Gleichstellungsbeauftragten stand aber auch eine Reflexion ihres eigenen Arbeitsalltags auf dem Programm. Für ein gutes Zeitmanagement ist es immer wieder notwendig, Prioritäten zu setzen, um die vielfältigen Aufgaben in Verwaltung, Politik und der Bürgerschaft zu bewältigen. Hierfür holten sich die Gleichstellungsbeauftragten in der Klausurtagung mit der Referentin Sabine Schicke, Journalistin und Coach aus Oldenburg, wertvolle Impulse, um den beruflichen Herausforderungen im Alltag mit noch mehr Souveränität zu begegnen

Frauen starten durch! - Informationen zum Wiedereinstieg in den Beruf

  • Informationsblatt und Beratungsangebot der Bundesagentur für Arbeit für Frauen, die wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen.

 

  • 10.02. bis 14.06.2020: Seminar der GEBA mbH Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung für Frauen zum Wiedereinstieg in den Beruf.

Neue Selbsthilfegruppe für Opfer von sexueller Gewalt und Missbrauch in der Kindheit

Sexuelle Gewalt und Kindesmissbrauch sind nach wie vor Tabuthemen, über die viel zu wenig gesprochen wird. Deswegen ist es für Betroffene oft schwierig, ihre Erfahrungen mitzuteilen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Diese Selbsthilfegruppe richtet sich an Frauen, die in ihrer Kindheit und frühen Jugend sexuelle Gewalterfahrungen machen mussten, egal ob auf physischer oder psychischer Ebene.  

Opfer von Missbrauch und sexueller Gewalt haben teilweise große Schwierigkeiten, Vertrauen aufzubauen und über das Erlebte zu sprechen, weil viel verdrängt wird und diese Erlebnisse mit großen Schamgefühlen, teilweise sogar mit Schuldgefühlen, in Verbindung stehen. Diese Gruppe soll sich zunächst kennen lernen und Vertrauen untereinander aufbauen, bevor gemeinsam entschieden wird, wie weitere Themen angegangen und behandelt werden.

Die Themen können eine weite Spannbreite vom Austausch über das Erlebte, den Einfluss, den diese Erfahrungen auf die Gegenwart, Beziehungen und Sexualität haben, bis hin zu Fragen wie: Was erwartet mich bei einer Täteranzeige, und was sind meine Möglichkeiten und Rechte? Die Gruppe ist dafür gedacht einen geschützten Raum für einen sensiblen Austausch zu schaffen, sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen, sich zu stärken und zu vernetzen.

Die genaue Adresse der Treffen und der nächste Termin werden auf Anfrage bekanntgegeben. Fragen und Anmeldungen beantwortet die Selbsthilfekontaktstelle telefonisch unter 0541 501-8317oder per E-Mail an selbsthilfegruppe-ramona@posteo.de.
Alle Informationen werden vertraulich behandelt.

100 Jahre Frauenwahlrecht - Im Januar 1919 durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen

Stellen Sie sich vor: Morgen sind Wahlen und Sie dürfen nicht hin. Weil Sie eine Frau sind! Noch vor 100 Jahren war es genauso. Da durften Frauen nicht wählen. Weil sie Frauen waren. Weil sie sich als Hausfrau und Mutter ihrem Ehemann unterordnen mussten. Auch galten Frauen als zu emotional um Politik zu machen. Akteurinnen verschiedener Flügel der Frauenbewegung wie Clara Zetkin, Anita Augspurg, Marie Juchacz, Helene Lange und viele andere weltweit nahmen das nicht hin und erstritten und erkämpften seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Stimmrecht für Frauen.
Im November 1918 erreichten sie dann die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und im Januar 1919 fanden die ersten Wahlen für beide Geschlechter statt. Zum ersten Mal durften Frauen wählen und gewählt werden. Zum ersten Mal durfte eine Frau im deutschen Parlament sprechen, Marie Juchacz. Rita Süssmuth, Bundesfrauenministerin a.D.: „Es ging um mehr als das aktive und passive Wahlrecht. Erkämpft wurde das Recht zur Mitwirkung und Mitgestaltung in allen Lebensbereichen,…“

Seitdem ist viel passiert.

Seit 1949 sind Frauen und Männer laut Grundgesetz gleichberechtigt und seit 1977 müssen Frauen ihre Ehemänner nicht mehr um Erlaubnis fragen, wenn sie erwerbstätig sein möchten. Seit 2005 regiert eine Frau, Angela Merkel, das Land. Dennoch gibt es noch viel zu tun. So finden wir nur in jedem 10. Rathaus im Lande eine Bürgermeisterin, in jedem deutschen Parlament sind bisher Männer in der Mehrheit, der Frauenanteil im Bundestag ist sogar zurückgegangen und ist damit auf dem Stand von vor 20 Jahren. Dabei wissen wir, dass es wichtig ist, dass Frauen mitentscheiden und sich weiter für die Gleichberechtigung einsetzen für eine gerechtere Bezahlung, für mehr Frauen in den Chefetagen und in politischen Gremien, für ein gewaltfreies Leben, für eine gerechtere Aufteilung der Haus- und Familienarbeit.