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Datum: 21.04.2020

Wenn der Arbeitseifer im Garten zum Ärgernis wird - Die Zeiten für Mittags- und Nachtruhe sind klar geregelt

Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie Schließungen von Freizeiteinrichtungen und Gastronomie wegen der Corona-Pandemie haben in manchen Haushalten mutmaßlich für neue Motivation zum Aufräumen und „Ausmisten“, zum Renovieren und für allerlei Gartenarbeiten gesorgt. Auch wenn jetzt der Eifer noch so groß ist und die Zeit bei der Arbeit gerne mal in Vergessenheit gerät: die Zeiten der Mittagsruhe gelten weiterhin und insbesondere an Sonn- und Feiertagen sind Arbeiten mit störendem Lärm verboten.

Die Festsetzung der Nacht- und Mittagsruhe ist dabei gleich über mehrere Gesetze und Verordnungen geregelt. So kommen etwa das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten, das Niedersächsische Feiertagsgesetzes und die „Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit“ in der Gemeinde Belm zum Tragen. Demnach sind an Werktagen in der Zeit von 13 bis 15 Uhr und von 20 bis 8 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen alle Tätigkeiten verboten, die „die Gesundheit Unbeteiligter“ stören. Hierzu zählen auch alle Arbeiten, die mit erheblicher Geräuschentwicklung verbunden sind, wie etwa das Einwerfen in Wertstoffcontainern und auch das Hämmern, Sägen, Bohren oder ähnliche handwerkliche Tätigkeiten. Rasenmäher und sonstige motorbetriebene Gartengeräte (auch mit Elektromotor) wie Heckenscheren und Motorsägen dürfen in der Zeit nicht betrieben werden. 

Die Einschränkungen gelten jedoch nicht für landwirtschaftliche oder gewerbliche Betriebe sowie für Arbeiten, die im öffentlichen Interesse durchgeführt werden müssen oder der Beseitigung einer Notfallsituation dienen.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist insbesondere in Mehrfamilienhäusern auch beim Thema „Grillen auf dem Balkon“ gefordert. Zwar muss das Grillen in den Sommermonaten von den Nachbarn grundsätzlich im üblichen Umfang geduldet werden. Gleichzeitig muss jedoch auch auf möglichst wenig Qualm und störende Rauchentwicklung geachtet werden. Gleiches gilt für die so genannten „Feuerkörbe“, die an lauen Frühlings- und Sommerabenden romantisches Flair verbreiten sollen. Hierzu darf nur gut abgelagertes Brennholz verwendet werden. Eine Störung der Mitbewohner und Nachbarn durch störenden Rauch muss auch hier vermieden werden.

Bei Unklarheiten steht der Fachbereich Bürgerdienste der Gemeinde Belm telefonisch unter 05406 505-68 beratend zur Seite.