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Datum: 12.08.2020

Fachkräfte- und Azubi-Mangel in allen Gewerken - Bürgermeister Viktor Hermeler besucht Estrich Tscherner GmbH

Der turnusmäßige Bürgermeisterbesuch führte Viktor Hermeler im August 2020 jetzt zum Handwerksbetrieb von Norbert und Silke Tscherner in das Gewerbegebiet „Dulings Breite“. Die beiden gebürtigen Belmer führen dort die „Estrich Tscherner GmbH“, einen angesehenen Fachbetrieb für Estrich, Parkett, Fliesen und Bodenbeläge.

Aufgebaut hatte die Firma Rudolf Tscherner 1986. Nach seiner Ausbildung stieg Norbert in den väterlichen Betrieb mit ein, machte 1991 seinen Meister als Estrichleger und erweiterte seine Fachkompetenz 2003 mit der Ausbildung zum Parkettlegemeister. „Wir haben seither unsere Angebotspalette Stück für Stück erweitert“, erklärt Norbert Tscherner Bürgermeister Hermeler. „Die Kombination von Estrich, Fliese, Parkett und Bodenbelägen ist in dieser Form wohl über unsere Region hinaus einzigartig“.

2001 bezogen Tscherners den Firmen-Neubau an der Dulings Breite. Im vergangenen Jahr wurde um- und angebaut und Ausstellung und Firmenverwaltung zogen Anfang dieses Jahres in einen Neubau im hinteren Teil des Firmengeländes. 15 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Estrich Tscherner aktuell, seit Anfang Mai auch mit einem Bauleiter-Büro im nordrhein-westfälischen Drensteinfurt. „Wir arbeiten aber auch viel mit Partnerbetrieben aus der Region zusammen“, macht Silke Tscherner deutlich.

„Gerade im Handwerk spricht man heute viel von Fachkräftemangel und Schwierigkeiten in der Unternehmens-Nachfolge. Gibt es diese Sorgen auch bei den Estrich- und Parkettlegern?“, wollte Bürgermeister Hermeler wissen.
Fachpersonal und Auszubildende in allen Gewerken zu bekommen, werde von Jahr zu Jahr schwieriger, erklärten Silke und Norbert Tscherner. Mit Sohn Matthis ist aber bereits die dritte Generation der Familie in der Firma im Einsatz. Der 25-Jährige hat seit vier Jahren seinen Meisterbrief als Parkettlegemeister in der Tasche. Und aktuell unterstützt er neben seinen klassischen Aufgaben auch bei der Ausbildung eines syrischen Flüchtlings, der im Betrieb eine Lehre als Bodenleger macht. „Hoker Sulaiman hat momentan statt Berufsschule überwiegend Homeschooling und insbesondere bei den Mathe-Grundlagen braucht er noch viel Unterstützung“, sagt Matthis. Firmenchef Norbert Tscherner ergänzt: „Hoker ist es wert, gefördert zu werden. Wir brauchen nämlich immer gute Leute, die engagiert sind und den Beruf erlernen wollen“.

Dennoch sind Silke und Norbert Tscherner mit der aktuellen Lage zufrieden. „Wir bieten Qualität, das wissen unsere Auftraggeber und Bauträger“, bestätigt Silke Tscherner. Auch die Kenntnisse bei Altbau-Sanierungen seien ein wichtiger Aspekt im Firmen-Portfolio. Norbert Tscherner: „Wir sind im Estrich-Segment ein bisschen darauf spezialisiert. Bei einem alten Fußbodenaufbau kann man heute zum Beispiel keine klassische Warmwasser-Fußbodenheizung einbauen. Wir haben dafür einen Spezialestrich als Problemlöser“.