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Datum: 19.09.2025

Ärztliche Versorgung im Ort gehört zur Daseinsvorsorge

Das Thema ist allen Ortes präsent: Der prognostizierte Ärztemangel, insbesondere in ländlichen Regionen. Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung gehört dabei zu den wichtigen weichen Standortfaktoren und zur Daseinsvorsorge. So hat sich auch die Gemeinde Belm bereits im vergangenen Jahr proaktiv auf den Weg gemacht und mit Hilfe von externen Fachberatern eine Studie für eine auch künftig gesicherte Ärzteversorgung in Auftrag gegeben.

Es geht dabei sowohl um die wohnortnahe haus- als auch fachärztliche Versorgung. Politik und Verwaltung sind sich über die große Bedeutung dieses Themas einig, denn auch in Belm ist die Mehrzahl der Allgemeinmediziner und Hausärzte aktuell in einer Altersklasse wo zu erwarten ist, dass sie in den kommenden Jahren ihre Praxis aufgeben oder weitergeben werden.

Strategieberater Günter Müller und Edgar Strege von „Galeria Vital“ haben jetzt die ersten Ergebnisse ihrer Arbeit vorgestellt. Ziel ist es demnach, ein Ärztehaus in zentraler Lage der Gemeinde zu etablieren, in dem neben Hausärzten weitere ärztliche Angebote, etwa Fachärzte und Therapeuten, unter einem Dach vereint sind. „Ideal wäre so ein Ärztehaus direkt im Zusammenspiel mit der Nachfolgeregelung der hiesigen Ärzte“, erklärt Müller. Mehrere Mediziner unter einem Dach seien erfahrungsgemäß ideal und würden Belm Versorgungssicherheit für die nächsten 20 bis 30 Jahre geben, prognostiziert Müller.

„Gut erreichbar und mit ausreichend Parkplätzen“ sieht auch Bürgermeister Viktor Hermeler ein potenzielles Ärztehaus in zentraler Lage in Belm. „Die Versorgung in Vehrte muss natürlich auch weiter gewährleistet sein“.

Günter Müller und Edgar Strege werden jetzt weitere Gespräche mit Belmer Haus- und Fachärzten führen, sind aber auch offen für Interessierte aus dem näheren Umfeld.