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1. Info-Abend

Presseinformation vom 05.06.2015:

Wie baut man eigentlich eine Ortsumgehung?
Info-Abend der Straßenbaubehörde zum Bauablauf der Umgehungsstraße B51n

Mehr als 70 interessierte trotzten am Donnerstag, 4. Juni, dem ersten lauen Sommerabend und holten sich stattdessen die aktuellen Informationen über den Bau der neuen Ortsumgehung A33/B51neu. Cord Lüesse, Leiter des Osnabrücker Geschäftsbereichs der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, und sein Team informierten über Bauabschnitte, Bauphasen und Zeitpläne der Baumaßnahme. Erste Bauwerke sind bereits fertig, etwa der Ostteil der neuen Brücke über die Nordstraße, andere sind sichtbar im Bau, wie die Brücke an der Haster Straße. Was die meisten Zuhörer des Infoabends interessierte: Wie soll der Verkehr auf der Bremer Straße während der Bauarbeiten an den Baustellen vorbeigeführt oder umgeleitet werden?

Wie das Ergebnis aller Bauarbeiten 2019 in etwa aussehen soll, hatte zu Beginn der Veranstaltung Dr. Frank Engelmann als zuständiger Fachbereichsleiter „Planung“ den Bürger anhand einer Überflug-Computersimulation eindrucksvoll vorgestellt.
„Sie können sich vorstellen, dass dieser Bauablauf eine unheimlich komplizierte Angelegenheit ist“, sagte Lüesse zu Beginn. Die „alte B51“ bleibe im Bereich des Schinkelberges etwa in der jetzigen Höhe, die neue Umgehungsstraße kreuze später ein paar Meter tiefer. „Etwa 250.000 Kubikmeter Erde werden am Schinkelberg abgetragen. Der erste Bodenabbau erfolgt zwischen August 2015 und Mai 2016“, machte Cord Lüesse deutlich. Die Erde werde fast vollständig wieder in der neuen Trasse verbaut, entweder für die in Teilbereichen auf einem Damm verlaufenden Straße, oder für die Anlage und Abdichtung von Sicker- und Regenrückhaltebecken.
Wie die Bauarbeiten im Detail ablaufen sollen, erklärten von der Landesbehörde die zuständige Fachbereichsleiterin „Bau“ Stephanie Thieke und Projektleiter Martin Kramer. „Unterteilt ist die insgesamt 3,7 Kilometer lange Strecke in zwei Bauabschnitte, die jedoch weitgehend gleichzeitig gebaut und bis Mitte 2019 fertiggestellt werden“, erläuterte Thieke. Abschnitt 1 erstreckt sich von der Brücke Nordstraße bis zur Haster Straße, Abschnitt 2 die weiteren 3,6 Kilometer bis zum Bauende am Osterberg. Die beiden Bauabschnitte sind wiederum in detaillierte Einzelmaßnahmen unterteilt, die nicht nur die Arbeiten, sondern auch die Verkehrsströme berücksichtigen. Trotz aller Planungen seien Verkehrsbehinderungen und Fahrzeitverluste nicht auszuschließen. „Wir kündigen bereits jetzt schon weiträumig um Belm auf den Autobahnen und Hauptverkehrsadern die möglichen Verkehrsbehinderungen an, damit Leute, die nicht unmittelbar nach Belm müssen, die Baustelle großräumig meiden“, sagte Lüesse. Während und nach der Präsentation nutzten die Bürgerinnen und Bürger ausgiebig die Gelegenheit, Fragen zum Bauprojekt zu stellen. Die bei der Infoveranstaltung gezeigten Präsentationen und Details des Bauablaufs werden derzeit von der Straßenbaubehörde für eine Veröffentlichung vorbereitet. Etwa Mitte bis Ende Juni, schätzt Lüesse, werden die Infos auch über die Webseiten der Niedersächsischen Landesbörde für Straßenbau und Verkehr und auf der Webseite der Gemeinde Belm bereit gestellt. Unter www.belm.de/ortsumgehung ist etwa auch die Computersimulation des gesamten neuen Straßenverlaufs der künftigen Ortsumgehung als Überflug-Video sichtbar.

Die Unterführung der neuen Ortsumgehung der Gemeinde Belm „A33/B51-neu“ unter der Bremer Straße ist eine der größten Herausforderungen in der bis 2019 angesetzten Gesamtbauzeit. Auch, wegen der Umleitung der Verkehrsströme auf einer der Haupteinfallstraßen nach Osnabrück. Wie das passieren soll, darüber informierte das Straßenbauamt jetzt in einer Infoveranstaltung im Gasthaus Lecon. Foto: Screenshot Überflug-Computersimulation.
Die Unterführung der neuen Ortsumgehung der Gemeinde Belm „A33/B51-neu“ unter der Bremer Straße ist eine der größten Herausforderungen in der bis 2019 angesetzten Gesamtbauzeit. Auch, wegen der Umleitung der Verkehrsströme auf einer der Haupteinfallstraßen nach Osnabrück. Wie das passieren soll, darüber informierte das Straßenbauamt jetzt in einer Infoveranstaltung im Gasthaus Lecon. Foto: Screenshot Überflug-Computersimulation.