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Wasserverband Wittlage

Belm ist seit dem 01. Januar 2018 Mitglied im Wasserverband Wittlage

Belm ist seit dem 01. Januar 2018 Mitglied im Wasserverband Wittlage

Seit Jahresbeginn 2018 ist die Gemeinde Belm Mitglied im Wasserverband Wittlage, die offizielle Beurkundung fand kurz vor Weihnachten im Stammsitz des Verbandes in Bad Essen statt. Der Wasserverband Wittlage ist damit neben den Gemeinden Bad Essen, Bohmte, Ostercappeln und Bissendorf auch mit den Aufgaben der Wasserversorgung sowie der Schmutz- und Regenwasserbeseitigung für die rund 14000 Einwohner der Gemeinde Belm verantwortlich ist.

„Das ist heute ein besonderer Tag für den Wasserverband Wittlage und die Gemeinde Belm“, betonte Verbandsvorsteher Günter Harmeyer in seiner Begrüßungsrede bei der kleinen Feierstunde in Bad Essen. „Nach ausführlichen Beratungen in vielen Gremien in Belm, den Mitgliedskommunen des Wasserverbandes Wittlage und in der ordentlichen Mitgliederversammlung ist Belm jetzt vollwertiges Mitglied unseres Verbandes“. Das sei ein privatrechtlicher Übertragungsvertrag von Aufgaben im Rahmen eines kommunalen Zweckverbandes und keine Privatisierung, betonte Harmeyer. Unter der Berücksichtigung von immer größer werdenden Anforderungen an die Qualität des Wassers, den Umweltschutz und nicht zuletzt qualifiziertem Personal mache es keinen Sinn mehr, die Wasserversorgung nur auf die eigenen gemeindlichen Grenzen zu beschränken.

„Wir haben unsere Gemeindewerke mit Bauhof, Wasserwerk und Kläranlage einer Qualtitätsmanagementanalyse unterzogen und bekamen daraus die Empfehlung der Fachleute, sich für eine dauerhafte Gewährleistung der Versorgungssicherheit einem Wasserverband anzuschließen“, erklärte Belms Bürgermeister Viktor Hermeler. Nach Abwägung der Rahmenbedingungen bei drei benachbarten Versorgern sei die Wahl auf Wittlage gefallen. „Auch deshalb, weil hier fünf annähernd gleich große Kommunen zusammenarbeiten“. Der Wasserverband Wittlage arbeite nicht gewinnorientiert, sondern vielmehr auf langfristiger Selbstkostenbasis. „Die Gemeinde Belm behält auch weiterhin die Hoheit über ihr Wasser und die Gebührenfestsetzung erfolgt in jeder Mitgliedsgemeinde über die Gemeinderäte“, betonte Günter Harmeyer und Viktor Hermeler ergänzte: „Wir haben heute einen wichtigen Vertrag für die Versorgungssicherheit in Belm unterschrieben. Auch die bekannten Mitarbeiter, die mit den Anlagen in Belm vertraut sind und sich auskennen, bleiben uns erhalten“.

   

Wasserverband Wittlage - Anträge

Seit Januar 2018 müssen die Anträge für einen Trinkwasseranschluss oder einen Anschluss zur Grundstücksentwässerung beim Wasserverband Wittlage gestellt werden.

Die Anträge zum Herunterladen und Ausdrucken gibt es hier:


Die ausgefüllten Anträge können in zweifacher Ausfertigung zur Weiterleitung an den Wasserverband Wittlage weiterhin im Rathaus der Gemeinde Belm, Fachbereich III Baudienste, abgegeben werden.

   

Sanierte Trinkwasserbrunnen wieder aktiv
Wasserverband Wittlage investiert am Belmer Wasserwerk 224.000 Euro

Zwei Trinkwasserbrunnen am Belmer Wasserwerk konnten jetzt nach einer umfassenden Vollsanierung wieder in Betrieb genommen werden. Zwei und vier Jahre waren die Brunnen vom Trinkwassernetz getrennt, die Baumaßnahmen zur so genannten Wiederertüchtigung haben rund ein Jahr gedauert. Der Austausch der Brunnenrohre, der gesamten Fördertechnik sowie an jedem Brunnen der Bau einer neuen „Brunnenstube“ veranschlagt der Wasserverband Wittlage mit insgesamt rund 224.000 Euro.

Rund zehn Jahre ist das Trinkwasser alt, das aus den beiden Brunnen „1“ und „4“ am Belmer Wasserwerk gefördert wird. Solange braucht Oberflächenwasser, bis es durch die unterschiedlichen Boden- und Gesteinsschichten in den förderfähigen Grundwasserbereich versickert ist. „Die beiden Brunnen aus den 1970er Jahren sind in die Jahre kommen“, erklärt Wasserwerker Ottmar Meyer vom Wasserverband Wittlage am Belmer Wasserwerk. „Die alten Holzrohre waren im oberen Brunnenbereich undicht, so dass oberflächennahes Grundwasser eindringen konnte“. Doch das genau ist gerade nicht gewünscht, denn oberflächennahes Wasser ist noch nicht ausreichend gefiltert.

Bei der Erneuerung der Brunnenrohre im vorherrschenden Kalkgestein musste zunächst eine Felsbohranlage mit einem Bohrdurchmesser von einem halben Meter eingesetzt werden. Anschließend erfolgte der Einbau einer Sperrverrohrung, der äußere Ringraum der Bohrung wurde mit einer Zement/Ton-Dämmung verfüllt, um auch eventuelle Setzungsrisse zu verschließen. Die neue Brunnenverrohrung besteht nun aus dickwandigen PVC-Rohren mit 25 Zentimetern Durchmesser. Gefiltert wird neuerdings mit einem Hochleistungsfilter aus Edelstahlwickeldraht - und zwar in Tiefen von 45 bis 60 Metern in Brunnen 1 und 28 bis 45 Meter in Brunnen 4. Gefördert wird das Rohwasser aus Tiefen von 40 Meter und 25 Meter. „Die gesamten Ausbautiefen der Brunnen sind bis über die Filterstrecken hinaus bei 62 und 48 Meter“, erklärt der technische Leiter beim Wasserverband Wittlage, Diplomingenieur Horst Kipp. „Nach erfolgreicher Fertigstellung und Prüfung der Brunnen werden jetzt aufgrund der wasserrechtlichen Bewilligung wieder aus Brunnen 1 jährlich etwa 48.000 Kubikmeter Trinkwasser, und aus Brunnen 4 rund 96.000 Kubikmeter frisches Trinkwasser zusätzlich bereitgestellt“, ergänzt Kipp, und weiter: „Beide Brunnen erfüllen auch ohne Mischung mit 36 mg/Liter und 44 mg/Liter die zulässigen Nitratgrenzwerte von 50 mg/Liter“.

  

Wasserwerte und Trinkwasserqualität in Belm

Das Wasser aus Belm ist gut. Das können wir mit Fug und Recht behaupten.

Das Belmer Trinkwasser enthält keine Reste von Schwermetallen, Pflanzenschutzmitteln und Chlorkohlenwasserstoffen. Da wir kein armes Grundwasser als Trinkwasser liefern, wird es ungechlort abgegeben.

Das Belmer Wasserwerk bezieht sein Trinkwasser derzeit aus neun Brunnen im gesamten Gemeindegebiet. Zwei weitere Brunnen am Schinkelberg werden direkt ins Trinkwassernetz eingespeist.

Wasserproben aus den Förderbrunnen, aus dem Leitungsnetz und dem Wasserwerk werden auf der Grundlage der Trinkwasserverordnung 2001 (Fassung vom 10.03.2016) im Auftrag des Gesundheitsamtes regelmäßig durch ein unabhängiges Untersuchungslabor kontrolliert.

Die wesentlichen aktuellen Analysewerte können Sie sich hier ansehen und herunterladen: 

Das Wasserwerk Belm

    

Wasserwerk Belm - Wir sorgen für gutes Wasser in Belm

Zu hohe Nitratwerte im Grundwasser sind in weiten Teilen Niedersachsens ein Problem. Leider auch in Belm. In sieben von neun Förderbrunnen wird der Grenzwert von 50 mg Nitrat je Liter Grundwasser (mg/l) überschritten - wenn auch zum Teil nur in sehr geringem Maße. Das Wasserwerk Belm überprüft zur Qualitätssicherung im Rahmen einer freiwilligen Selbstkontrolle zusätzlich zu den vorgeschriebenen Untersuchungen monatlich die Nitratwerte im Grundwasser in den Förderbrunnen innerhalb des Gemeindegebietes. Dazu ist ein Mitarbeiter des Wasserwerkes eigens als "Zertifizierter Probennehmer Trinkwasser" bei der "Deutschen WasserAkademie" ausgebildet worden.

  

   

  

Im Wasserwerk wird aus dem Grundwasser dann unserer anerkannt gutes Trinkwasser. Dazu wird in den Hochbehältern das Wasser aus allen Brunnen der Gemeinde zusammengeführt. Die Trinkwasserqualität erreichen wir ausschließlich durch dieses Mischverfahren. Es muss kein Tropfen Wasser als Trinkwasser chemisch aufbereitet werden, denn wir haben in Belm nicht nur Brunnen mit mehr Nitrat-Belastung, sondern eben auch Brunnen mit deutlich weniger Belastung.

  

  

   

Damit wir über das Mischungsverhältnis einen konstanten Nitratwert von 37 mg/l erreichen, wird das Trinkwasser im Wasserwerk permanent mittels einer Sonde überwacht. Überschreitet der Nitratwert bei der Messung den Wert von 38 mg/l, oder unterschreitet 36 mg/l, wird das Mischungsverhältnis aus den Brunnen automatisch angepasst. 

  

  

  

Zusätzlich erfolgt einmal im Monat eine Messung von Nitrat- und Keimwerten aus einem speziellen Probenentnahmehahn. Der Nitratwert wird auch mit dem Photometer (siehe oben) gemessen.

  

  

Trotz der vielen Kontrollen und der permanenten Überwachung der Trinkwasserqualität kann es immer auch mal vorkommen, dass punktuell Nitratwerte bei den Analyseergebnissen des unabhängigen Prüflabors oder bei der Selbstkontrolle geringfügig höher ausfallen als 37 mg/l. Ursachen können dabei in einer normalen Messwertschwankung liegen. Messwertschwankungen von bis zu 10 Prozent werden über das Prüflabor als normal bezeichnet. Auch unterschiedliche Messverfahren und -geräte können unterschiedliche Messergebnisse ausweisen. So liegt die kalibrierte Abweichung des Photometers bei "5 Prozent +0,5 mg/l". Das sind Toleranzwerte, die bei der Nitratwertermittlung hingenommen werden müssen. Ursachen können aber auch in einer Betriebsstörung liegen, etwa wenn es durch besondere Gewitter-Ereignissen oder ähnlichem zu einem Ausfall einer Pumpe in einem Förderbrunnen kommt. Dann wird automatisch der Bereitschaftsdienst alarmiert, der sich um die Reparatur der Anlage kümmert.

    

Fakt ist: Sie können sich sicher sein, aus Ihrem Wasserhahn in Belm ein großartiges Lebensmittel zu bekommen.
Und mal ehrlich - Gut gekühlt schmeckt es am besten.